{"id":1194,"date":"2016-10-09T13:30:31","date_gmt":"2016-10-09T11:30:31","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=1194"},"modified":"2016-10-09T13:38:24","modified_gmt":"2016-10-09T11:38:24","slug":"urlaub-reloaded-dank-der-post","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=1194","title":{"rendered":"Urlaub reloaded \u2013 dank der Post!"},"content":{"rendered":"<p>Der Alltag hatte sie vollends wieder eingeholt. Die Zeitschiene f\u00fcr die Projekte wurde zusehends enger, die privaten Verpflichtungen gr\u00f6\u00dfer und der Urlaub war nur noch eine ferne, blasse Erinnerung. Da kam die Postkarte an: nach zwei Monaten und schon sa\u00df sie in Gedanken wieder an der Strandbar. Ein Hoch auf die langsame Post!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; width: 260px; height: 255px; margin-left: 25px; margin-bottom: 10px; margin-top: 4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/urlaubreloaded260x255.gif\" alt=\"Auf einmal ist sie wieder im Urlaub\" \/>Beim Thema Urlaub haben sich scheinbar zwei grunds\u00e4tzliche Positionen gebildet: auf der einen Seite diejenigen, die f\u00fcr einen langen Urlaub (nicht unter drei Wochen, gerne mehr) pl\u00e4dieren, weil man doch erst nach einigen Tagen wirklich loslassen und abschalten kann. Die zweite Fraktion pl\u00e4diert f\u00fcr viele kleine Auszeiten aus dem Alltag, verl\u00e4ngerte Wochenenden oder auch nur einen besonderen Tagesausflug. Diese viele Unterbrechungen seien H\u00f6hepunkte, auf die man sich doch immer wieder neu, das ganze Jahr \u00fcber, freuen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Der niederl\u00e4ndische Psychologe <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/wirtschaft\/trends-im-tourismus-deutsche-wollen-dem-stress-entfliehen-2499044\" target=\"_blank\">Jeroen Narwijn\u00a0\u2197<\/a> fand heraus, dass die intensivste Erholung bereits nach einer Woche Urlaub erreicht wird. Und sein \u00f6sterreichischer Kollege <a href=\"http:\/\/www.blasche.at\/forschung-und-expertise\/forschungsgebiete\/urlaubsforschung\/\" target=\"_blank\">Gerhard Blasche&nbsp;&#x2197;<\/a>, dass der Erholungseffekt nach zwei bis drei Wochen im Alltag vollkommen aufgebraucht ist \u2013 egal, wie lang der Urlaub war.<\/p>\n<p>Weitere Untersuchungen zeigen, dass im R\u00fcckblick Urlaubserlebnisse positiver gesehen werden und den <a href=\"http:\/\/pss.sagepub.com\/content\/14\/5\/520.abstract\" target=\"_blank\">Wunsch nach einer Wiederholung&nbsp;&#x2197;<\/a> ausl\u00f6sen. Erinnerungen werden zum Beispiel durch Bilder, Mitbringsel oder Postkarten aktiviert. Und hier kann man sich die langsame Post vieler Urlaubsl\u00e4nder zu Nutze machen.<\/p>\n<p>Schicken Sie sich doch das n\u00e4chste Mal selbst eine Karte. Am letzten Urlaubstag am Flughafen oder beim Hotel eingeworfen kann es mitunter einen Monat dauern, bis sie bei Ihnen ankommt (ich h\u00f6rte von einer Karte, die aus \u00c4thiopien 15 Monate unterwegs war). Und wenn Sie die dann in der Hand halten \u2013 dann gehen Sie noch einmal im Innern auf Urlaubsreise.<\/p>\n<blockquote><p>Die Gr\u00f6\u00dfte Sehensw\u00fcrdigkeit, die es gibt, ist die Welt \u2013 sieh\u00a0sie\u00a0dir\u00a0an.<\/p><\/blockquote>\n<p>Kurt Tucholsky (1890 \u2013 1935, Schriftsteller)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Alltag hatte sie vollends wieder eingeholt. Die Zeitschiene f\u00fcr die Projekte wurde zusehends enger, die privaten Verpflichtungen gr\u00f6\u00dfer und der Urlaub war nur noch eine ferne, blasse Erinnerung. Da kam die Postkarte an: nach zwei Monaten und schon sa\u00df sie in Gedanken wieder an der Strandbar. Ein Hoch auf die langsame Post! 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