{"id":1513,"date":"2018-05-21T20:15:46","date_gmt":"2018-05-21T18:15:46","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=1513"},"modified":"2018-05-21T21:22:53","modified_gmt":"2018-05-21T19:22:53","slug":"ein-zum-ja-zum-wir","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=1513","title":{"rendered":"Ein zum Ja zum Wir"},"content":{"rendered":"<p>Als das Paar sich romantisch unter dem bl\u00fchenden Apfelbaum das Ja-Wort gab, waren manche G\u00e4ste peinlich ber\u00fchrt. Schlie\u00dflich lief bei einigen von ihnen gerade die Scheidung, andere spielten mit dem Gedanken, sich zu trennen. Sie fragten sich: \u201eWas h\u00e4lt ein Paar auf lange Sicht zusammen?\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; width: 260px; height: 260px; margin-left: 25px; margin-bottom: 10px; margin-top: 4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/jazumwir260x260.gif\" alt=\"Auf dem Wir-Fundament\" \/>Eine Hochzeit ist das ultimative Bekenntnis, das Leben miteinander zu teilen. Denn schlie\u00dflich versprechen sich das die Partner in aller \u00d6ffentlichkeit. F\u00fcr sie ist, auch jenseits der ersten rosa-romantischen Verliebtheit, das Verbindende gr\u00f6\u00dfer als das Trennende. Die Neugierde auf das Gegen\u00fcber, dessen Ideen, Gedanken und Taten sind eine angenehme Herausforderung an die eigenen \u00dcberzeugungen und Gewohnheiten. Doch im Laufe der Jahre kann sich diese Wahrnehmung ver\u00e4ndern. Was einst faszinierte, das Lebendige oder das Ordentliche, das Harmonische oder das Eigenst\u00e4ndige, wird zum st\u00e4ndigen Quell von \u00c4rger und Frustration, die Differenzen rutschen ins Blickfeld.<\/p>\n<p>Bef\u00f6rdert wird das durch den Eindruck, f\u00fcr die oder den Anderen zur\u00fcckgesteckt zu haben. Eigene Interessen und Freiheiten wurden aufgegeben, um vor\u00fcbergehend die Ziele des Ehepartners zu unterst\u00fctzen. Mal freiwillig, mal unfreiwillig oder auch mal grundlos. Wenn diese Schieflage in der Erf\u00fcllung der Bed\u00fcrfnisse \u00fcber lange Sicht bestehen bleibt, entsteht das Gef\u00fchl eines Ausbeutungsverh\u00e4ltnisses. Einem wird ja nichts mehr geg\u00f6nnt: kein M\u00e4delsabend, kein Jungstreffen, der Sport nicht, die Klamotten nicht, die Torte nicht, das Schnitzel nicht.<\/p>\n<p>Es gibt keine kleinen \u00dcberraschungen im Alltag mehr, Scherze misslingen immer h\u00e4ufiger und ein Kompliment haben beide schon lange nicht mehr voneinander geh\u00f6rt. All das Leichte ist verloren gegangen, \u00d6dnis und Langeweile ziehen ein. Es reicht nicht, gut im Alltag zu funktionieren, jeder f\u00fcr sich und m\u00f6glichst optimal auf die Anforderungen von au\u00dfen abgestimmt. Aus dem \u201eWir\u201c wurde ein \u201eDu und Ich\u201c, manchmal gar ein \u201eDer da und Die da\u201c.<\/p>\n<p>Jetzt k\u00f6nnte man leicht die Flinte ins Korn werfen und einfach gehen, frei nach dem Motto: \u201eLieber ein Ende mit Get\u00f6se als Get\u00f6se ohne Ende\u201c. Das ist oft leichter, als den Weg zur\u00fcck zur Gemeinsamkeit zu finden und ehrlich den Tatsachen ins Auge zu schauen: Da ist etwas verloren gegangen und wir beide haben unseren Anteil daran. Wir m\u00fcssen nun miteinander arbeiten, um das Verbindende wieder in den Alltag zur\u00fcck zu holen: \u201eWie steht es um Deinen Willen, die Lust und den Glauben daran, ein gemeinsames Leben zu gestalten?\u201c Wenn hier beide noch einmal Ja sagen: Ja zum Willen, Ja zur Lust und Ja zum Glauben daran \u2013 dann haben beide eine echte Paar-Chance.<\/p>\n<blockquote><p>Sie sagt Ja.<br \/>\nEr sagt Ja.<br \/>\nAlles klar: Ehepaar!<\/p><\/blockquote>\n<p>Einladungstext f\u00fcr eine Wiesenhochzeit im Mai 2018<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als das Paar sich romantisch unter dem bl\u00fchenden Apfelbaum das Ja-Wort gab, waren manche G\u00e4ste peinlich ber\u00fchrt. Schlie\u00dflich lief bei einigen von ihnen gerade die Scheidung, andere spielten mit dem Gedanken, sich zu trennen. Sie fragten sich: \u201eWas h\u00e4lt ein Paar auf lange Sicht zusammen?\u201c Eine Hochzeit ist das ultimative Bekenntnis, das Leben miteinander zu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[21,12],"class_list":["post-1513","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-love","tag-riemann","tag-ehrlichkeit"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1513","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1513"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1513\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1517,"href":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1513\/revisions\/1517"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}