{"id":1640,"date":"2019-03-05T19:35:35","date_gmt":"2019-03-05T18:35:35","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=1640"},"modified":"2019-03-05T19:35:35","modified_gmt":"2019-03-05T18:35:35","slug":"dank-vollerei-zum-fastenziel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=1640","title":{"rendered":"Dank V\u00f6llerei zum Fastenziel"},"content":{"rendered":"<p>Am Aschermittwoch beginnt f\u00fcr sie wieder die dunkle Jahreszeit: f\u00fcr das schwammige Ziel \u201ezu entgiften und schlanker zu werden\u201c stellte sie zwei Listen auf. Eine enthielt die Dinge, auf die sie verzichten musste, die andere Dinge, die sie tun musste. Bei ihrem Anblick wurde sie schwer wie Blei: k\u00f6nnte Ostern nicht bitte schon morgen sein?<\/p>\n<p>40 Tage dauert die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. Die Zahl 40 hat in der Zahlenlehre die Bedeutung einer Grenze und eines Einschnitts. 40 Tage dauerte die Sintflut, war Moses auf dem Berg Sinai und Jesus in der W\u00fcste. Auch die Psychologie geht davon aus, dass es rund 40 Tage dauert, um eine neue Gewohnheit in den Alltag zu integrieren. Eine neue Gewohnheit zu etablieren, ist einfacher, als eine alte abzulegen. Das kann mitunter einige Jahre dauern. Das Erfolgsrezept bei der Neu-Etablierung: Das gew\u00fcnschte Verhalten mit einem deutlichen Ausl\u00f6sereiz koppeln und dann durch eine Belohnung verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Dabei sollte diese Belohnung so direkt wie m\u00f6glich sein. Wenn ich ein konkretes Verlangen wecken kann, dann tr\u00e4gt mich das \u00fcber jene Kr\u00e4fte hinweg, die mich sonst im Alten gefangen halten. Anfangs geht es nur, wenn ich das Ganze bewusst mache. Im Laufe des \u00dcbens verselbst\u00e4ndigt sich mein Verhalten und eine neue Gewohnheit entsteht. Zum Fastenziel gelangen mit Verlangen, V\u00f6llerei und Vergn\u00fcgen? So k\u00f6nnte es gehen:<\/p>\n<p>Ich g\u00f6nne mir 40 N\u00e4chte lang tiefen entspannten Schlaf mit s\u00fc\u00dfen Tr\u00e4umen, der mich frisch und erholt in den Morgen entl\u00e4sst. Daf\u00fcr trinke ich abends statt schlafst\u00f6rendem Wein lieber basische und beruhigende Kr\u00e4utertees. Unglaublich, welche Geschmacksvielfalt es in diesem Segment gibt!<\/p>\n<p>Ich tauche in reinigendes Wasser und f\u00fchle mich wohl wie ein Fisch oder ein Ungeborenes im Mutterleib, weil ich mich mit dem Urelement schlechthin verbinde. Dabei sp\u00fcre ich die Leichtigkeit meines K\u00f6rpers, der sich angenehm bewegen l\u00e4sst. Das Vergn\u00fcgen des Schwimmens gestatte ich mir jede Woche.<\/p>\n<p>Ich gehe kulinarisch auf Weltreise und entdecke Fr\u00fcchte aus allen Kontinenten. Die besten Winter\u00e4pfel aus der Region, die ersten S\u00fcdfr\u00fcchte aus Italien, orientalische K\u00f6stlichkeiten, asiatische Leckereien und was hat eigentlich Lateinamerika zu bieten? Ich leiste mir jeden Nachmittag Obst-Exkursionen statt Schokoladenzucker.<\/p>\n<p>Ich stelle mich abends auf den Balkon oder ans Fenster und schaue den Himmel an. Jeden Tag gibt es ein neues Meisterwerk aus Farben und Formen, jeden Tag ist ein bisschen sp\u00e4ter Sonnenuntergang, jeden Abend ein bisschen mehr oder weniger Mond. Die Freiheit einer Handyauszeit nehme ich mir in aller Ruhe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; width: 620px; height: 272px; margin-left: 25px; margin-bottom: 10px; margin-top: 4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/voellereifastenziel620x272.gif \" alt=\"Belohnungen f\u00fchren zum Ziel\" \/><\/p>\n<p>Hat man die erste H\u00fcrde geschafft, einen neuen Ausl\u00f6sereiz zu etablieren, wird die Gewohnheit zum Selbstl\u00e4ufer.<\/p>\n<p>Ich kann allem widerstehen, nur der Versuchung nicht.<\/p>\n<p>Oscar Wilde (1854 \u2013 1900, irischer Schriftsteller)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Aschermittwoch beginnt f\u00fcr sie wieder die dunkle Jahreszeit: f\u00fcr das schwammige Ziel \u201ezu entgiften und schlanker zu werden\u201c stellte sie zwei Listen auf. Eine enthielt die Dinge, auf die sie verzichten musste, die andere Dinge, die sie tun musste. 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