{"id":404,"date":"2012-07-28T19:57:08","date_gmt":"2012-07-28T17:57:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=404"},"modified":"2012-07-28T19:57:08","modified_gmt":"2012-07-28T17:57:08","slug":"herzalarm-auf-lanzarote","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=404","title":{"rendered":"Herzalarm auf Lanzarote"},"content":{"rendered":"<p>Die Sonne steht an einem wolkenlosen Himmel, das Meer schimmert t\u00fcrkis und die erloschenen Vulkane erheben sich machtvoll am Horizont. Doch statt urlaubsgem\u00e4\u00dfer Hochstimmung herrscht bei mir Niedergeschlagenheit und ich w\u00fcrde mich am liebsten in eine Ecke verkriechen und heulen. \u201eSchuld\u201c daran sind zwei Katzen und ein Hund, denen ich am Mittag begegnet bin.<\/p>\n<p>Ich war gerade mit meiner Frau zwei Wochen auf Lanzarote und es ergab sich, dass wir Flugpaten f\u00fcr eine Katze waren, die in Deutschland ein neues Zuhause bekommt. Um letzte Details zu kl\u00e4ren wollte ich in das Tierheim, in dem sie untergebracht war. <strong>Meine Frau warnte mich, das sei keine gute Idee.<\/strong> Und sie behielt Recht. Im Tierheim warteten \u00fcber 220 Hunde und 150 Katzen auf einen liebevollen Menschen, der gerade sie auserw\u00e4hlt, das Leben mit ihnen zu teilen. Ich habe es nicht so mit Hunden, doch der Blick von einem traf mich in\u2019s Mark, als er mich anschaute und voll hoffender Freude eine Pfote hob. <img decoding=\"async\" style=\"float: right; width: 160px; height: 77px; margin-left: 25px; margin-bottom: 10px; margin-top: 4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/herzalarm160x77.gif\" alt=\"Mannigfaches Hilfsbed\u00fcrfnis und eigene Hilflosigkeit\" \/>In den Katzenr\u00e4umen hat ein roter Kater bescheiden und w\u00fcrdevoll Kontakt mit uns aufgenommen, w\u00e4hrend eine bildh\u00fcbsche Graue sich offensiv zum Kuscheln an mich ranmachte. 220 Hunde, 150 Katzen \u2013 das sind abstrakte Zahlen, die durch diese drei Tiere ganz real wurden und alle Helferimpulse in mir aktivierten. Nun haben wir schon zwei Kater und \u201eNull\u201c Hundeerfahrung, aber k\u00f6nnten wir nicht doch vielleicht &#8230; wenn wir schon mal hier sind &#8230; sie sehnen sich doch nach einem Zuhause &#8230; <strong>Ich sp\u00fcrte mannigfaches Hilfsbed\u00fcrfnis und meine eigene Hilflosigkeit.<\/strong><\/p>\n<p>Meine Frau \u00fcbernahm die rationale Rolle des \u201eBad guy\u201c und warf ein Argument nach dem anderen in die Waagschale. Doch das alles z\u00e4hlte nicht, ich wollte nichts h\u00f6ren. Es schien mir, als w\u00fcrde sie l\u00e4hmende Vernunftsuppe \u00fcber mein blutendes leidendes Herz sch\u00fctten. Ich war der \u201eGood guy\u201c, <strong>ich wollte aktiv werden, helfen, retten.<\/strong><\/p>\n<p>Nach ein, zwei Tagen hatte ich mich beruhigt und eingesehen, dass ich nicht \u201edie Welt retten\u201c kann. Zudem geht es den Tieren \u2013 trotz allem \u2013 im Tierheim besser als auf der Stra\u00dfe oder in einer T\u00f6tungsstation. Doch ich schaue im Internet regelm\u00e4\u00dfig, ob <a href=\"http:\/\/saraprotectora.org\/eng\/ficha\/1708\/\" target=_blank>Zipi&#x2197;<\/a> oder <a href=\"http:\/\/saraprotectora.org\/eng\/ficha\/844\/\" target=_blank>Gatito Italia&#x2197;<\/a> vermittelt wurden. Und wer wei\u00df? Vielleicht kann ich ihnen doch noch eine Heimat verschaffen &#8230;<\/p>\n<h1>Vorschau<\/h1>\n<p>Morgens auf dem Weg zur Autobahn sind wieder einmal nur Deppen unterwegs, ich muss mich richtig hineindr\u00e4ngeln in die Schlange egoistischer Autofahrer. Im B\u00fcro scheint es nur unkoordinierte, un\u00fcberlegte und unverst\u00e4ndliche Entscheidungen dummer Menschen zu geben. Das Essen in der Kantine ist ungenie\u00dfbar \u2013 so wie ich. Den ganzen Tag liege ich quer und will mit dem Kopf durch jede sich mir bietende Wand. Womit fing der ganze \u00c4rger eigentlich an? Erfahren Sie es ab dem 12. August, hier in meinem Blog.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sonne steht an einem wolkenlosen Himmel, das Meer schimmert t\u00fcrkis und die erloschenen Vulkane erheben sich machtvoll am Horizont. Doch statt urlaubsgem\u00e4\u00dfer Hochstimmung herrscht bei mir Niedergeschlagenheit und ich w\u00fcrde mich am liebsten in eine Ecke verkriechen und heulen. \u201eSchuld\u201c daran sind zwei Katzen und ein Hund, denen ich am Mittag begegnet bin. 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