{"id":461,"date":"2012-10-15T19:30:10","date_gmt":"2012-10-15T17:30:10","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=461"},"modified":"2012-10-28T21:29:35","modified_gmt":"2012-10-28T20:29:35","slug":"gelangweiltes-geld","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=461","title":{"rendered":"Gelangweiltes Geld"},"content":{"rendered":"<p>Vor wenigen Wochen sa\u00dfen wir mit einem befreundeten Ehepaar in einem Stra\u00dfencaf\u00e9 einer reichen gediegenen Kleinstadt. An uns flanierten die Menschen vorbei, da sagte unsere Freundin: \u201eSchaut mal, lauter gelangweiltes Geld!\u201c Als ich kurz darauf in einem Museum eine Karte mit dem Spruch <strong>\u201eGeiz und Gl\u00fcck werden sich niemals kennen lernen\u201c<\/strong> fand, erinnerte ich mich an den Ausspruch vom gelangweilten Geld. Ich fing an, \u00fcber die Verbindung zwischen Geiz, Gl\u00fcck, Geld und Gro\u00dfz\u00fcgigkeit nachzudenken und stie\u00df dabei auf ein Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>Bis zur Bemerkung unserer Freundin wusste ich gar nicht, dass sich Geld langweilen kann. Zwar habe ich ausreichend Geld f\u00fcr mein Leben, aber nicht genug, um es \u201ef\u00fcr mich arbeiten\u201c zu lassen, so wie mir das Banken in ihren Schaufenstern anbieten. <strong>Das liegt vermutlich daran, dass ich Geld nicht festhalte sondern unter die Leute bringe.<\/strong> Ein sch\u00f6ner Abend mit Freunden, der Kaffee am See, dieses wunderbare Kleinod Handwerkskunst erfreuen meine Seele lange \u00fcber den Akt des Kaufens hinaus. Vom Schenken ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Ich lasse Geld los und gebe ihm die Freiheit auch zu anderen Menschen zu wandern (die schlie\u00dflich auch von etwas leben m\u00fcssen) und ernte dadurch Gro\u00dfz\u00fcgigkeit. <strong>Wer Gro\u00dfz\u00fcgigkeit s\u00e4ht wird Gro\u00dfz\u00fcgigkeit ernten und genauso verh\u00e4lt es sich mit dem Geiz, zumindest in meiner Welt.<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; width: 160px; height: 150px; margin-left: 25px; margin-bottom: 10px; margin-top: 4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/gelangweiltesgeld160x150.gif\" alt=\"Geiz h\u00e4lt die Seele gefangen\" \/>Geiz ist, so finde ich, ein Gef\u00e4ngnis, in dem die Seele gemeinsam mit dem Geld in einen Tresor eingesperrt wird. Geiz h\u00e4lt das Geld fest zum Selbstzweck, nicht f\u00fcr ein Ziel. Denn wer ein Ziel erreichen will, muss den jetzigen Standort verlassen. Gl\u00fcck, so sagen es die gro\u00dfen Religionen, kommt durch das Loslassen. <strong>Vielleicht hat \u201egelangweiltes Geld\u201c nur Angst vor Ver\u00e4nderungen und Freiheit?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Schritt zu mehr Mut, zu Freiheit und Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnte sein, ein neues Bild im Herzen zu bewegen: Geiz ist die negative \u00dcbertreibung der Sparsamkeit und <strong>wer gro\u00dfz\u00fcgig ist, ist noch lange nicht verschwenderisch<\/strong>. Oder um es mit dem Postkartenspruch zu sagen: \u201eGeiz und Gl\u00fcck werden sich niemals kennen lernen\u201c. Er stammt \u00fcbrigens von Benjamin Franklin, einem der Gr\u00fcnderv\u00e4ter der Vereinigten Staaten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor wenigen Wochen sa\u00dfen wir mit einem befreundeten Ehepaar in einem Stra\u00dfencaf\u00e9 einer reichen gediegenen Kleinstadt. 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