{"id":508,"date":"2012-12-23T18:00:43","date_gmt":"2012-12-23T17:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=508"},"modified":"2012-12-23T18:20:00","modified_gmt":"2012-12-23T17:20:00","slug":"als-ich-neulich-meine-coachingrechnung-aufgegessen-habe-%e2%80%a6","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=508","title":{"rendered":"Als ich neulich meine Coachingrechnung aufgegessen habe \u2026"},"content":{"rendered":"<p>Vor kurzem habe ich meine Coachingrechnung aufgegessen und ich muss Ihnen sagen: Selten habe ich so etwas K\u00f6stliches im Mund gehabt! Jeder Biss ein Genuss und ein anhaltendes Gl\u00fccksgef\u00fchl, das sich vom Bauch her in mir ausbreitete. Statt Geld zu verlangen hatte ich mich bewirten lassen und dieser Essenslohn <strong>war mir mehr wert, als wenn ich mit dem Geld der bezahlten Coachingrechnung ins Restaurant gegangen w\u00e4re<\/strong>. Und ich fragte mich: w\u00e4re das nicht mal ein alternatives Gesch\u00e4ftsmodell?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; width: 160px; height: 119px; margin-left: 25px; margin-bottom: 10px; margin-top: 4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/naturalien160x119.gif\" alt=\"Manchmal esse ich meine Coachingrechnung auf\" \/>Nein, der Tag war bisher alles andere als gelungen, angef\u00fcllt von \u00c4rger und Entt\u00e4uschung. Doch der Abend versprach die Wende, denn eine besondere Art der Bezahlung einer Coachingrechnung stand an. <strong>In Anbetracht der finanziellen Situation meines Gegen\u00fcbers hatte ich vorgeschlagen, mich in Naturalien bezahlen zu lassen.<\/strong> Die Profession meines Coachees war Koch, sein Budget f\u00fcr Zeit mit sich selbst sehr mager. Ich esse gerne und so kamen wir \u00fcberein: ich coache, er kocht.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich h\u00e4tte ich mir von einer bezahlten Rechnung ein Essen im Restaurant leisten k\u00f6nnen, aber die Wertigkeit h\u00e4tte nicht gestimmt. Der Koch h\u00e4tte mit finanziellen Bauchschmerzen Geld \u00fcberwiesen, das ich mit einem leicht nagenden schlechten Gewissen wieder ausgegeben h\u00e4tte \u2013 vielleicht sogar in seinem Lokal. Also das ganze ohne Geld: Ich investierte zwei Stunden Zeit f\u00fcr ein Coaching und er Zeit zum Kochen f\u00fcr mich. Was ich von ihm serviert bekam, war mit einer besonderen Hingabe entstanden, mit Stolz aufgetragen und mit Dankbarkeit und Anerkennung gegessen. <strong>Ein \u00dcberweisungstr\u00e4ger h\u00e4tte das nie vermocht.<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt frage ich mich: <strong>Was sind zwei Stunden mit sich und f\u00fcr sich selbst wert?<\/strong> Vielleicht ein kleines Hauskonzert? Oder eine Massage nach allen Regeln der Kunst? Oder ein Fahrrad fit f\u00fcrs Fr\u00fchjahr machen? Und ich als Dienstleister: w\u00fcrden ich eine solche Bezahlung annehmen?<\/p>\n<p>Auf Dauer k\u00f6nnte ich zwar alleine von diesem Gesch\u00e4ftsmodell nicht leben, aber ich kann flexibel sein. Geld ist schlie\u00dflich nicht alles, oder?<\/p>\n<h1>Vorschau<\/h1>\n<p>Weihnachten war es wieder voll bei ihr zu Hause. Die \u201eJugend\u201c war da, die Nachbarn von nebenan und von obendr\u00fcber auch und nat\u00fcrlich die neugewonnenen Freunde aus dem Nachbarhaus. Renate hat es einfach drauf, Kontakte zu kn\u00fcpfen und das bewahrt die 75-j\u00e4hrige davor, schon im Altersheim zu landen. Wie sie und ihre Mitbewohnerin noch neugierig auf das Leben sind und auf Menschen zugehen lesen am 6. Januar hier auf meinem Blog.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor kurzem habe ich meine Coachingrechnung aufgegessen und ich muss Ihnen sagen: Selten habe ich so etwas K\u00f6stliches im Mund gehabt! 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