{"id":513,"date":"2013-01-06T13:00:59","date_gmt":"2013-01-06T12:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=513"},"modified":"2013-01-06T13:17:03","modified_gmt":"2013-01-06T12:17:03","slug":"networking-mit-75-gemeinsam-statt-einsam-im-alter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=513","title":{"rendered":"Networking mit 75+: Gemeinsam statt einsam im Alter"},"content":{"rendered":"<p>Weihnachten war es wieder voll bei ihr zu Hause. Die \u201eJugend\u201c war da, die Nachbarn von nebenan und von obendr\u00fcber und auch die neu gewonnenen Freunde aus dem Nachbarhaus. Renate hat es einfach drauf, Kontakte zu kn\u00fcpfen und <strong>das bewahrt sie davor, trotz R\u00fccken-OP und 76 Jahren schon im Altersheim zu landen.<\/strong> Wie sie und ihre Mitbewohnerin noch neugierig auf das Leben sind und auf Menschen zugehen ist mir ein Vorbild und ein Lehrbeispiel f\u00fcr das, was neudeutsch \u201enetworking\u201c hei\u00dft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; width: 160px; height: 88px; margin-left: 25px; margin-bottom: 10px; margin-top: 4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/networking75plus160x88.gif\" alt=\"Gemeinsam im Alter\" \/>Es sind rund 60 Stufen hinauf in ihre Wohnung, doch die beiden alten Frauen konnten sie schon seit Wochen nicht mehr alleine bew\u00e4ltigen und waren daher nicht mehr aus dem Haus. Da half auch kein Rollator und der Gl\u00fchwein auf dem Weihnachtsmarkt fiel ebenso aus wie der Restaurantbesuch zum Geburtstag von Renate. Renate ist k\u00fcrzlich 76 geworden und sie lebt seit fast drei\u00dfig Jahren zusammen mit Emmi (<a title=\"Die Meisterin auf dem Sofa\" href=\"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=453\">der Meisterin auf dem Sofa<\/a>) in einer WG. Nun haben diverse Malaisen \u201eDie Damen\u201c (wie sie bei mir und vielen unserer Freunde mittlerweile hei\u00dfen) stark in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschr\u00e4nkt. Obwohl sie seit Wochen nicht einkaufen gehen k\u00f6nnen, mussten sie nicht in ein betreutes Wohnen oder gar ein Altersheim wechseln. <strong>Das ist Renate zu verdanken, die ganz gro\u00dfe Klasse darin ist, \u201eErstkontakt\u201c zu schlie\u00dfen.<\/strong> Offen, freundlich, in bestem Sinne neugierig kommt sie mit den Menschen ins Gespr\u00e4ch: im Haus, in der Nachbarschaft, im Gesch\u00e4ft. Ihr Organisationstalent als ehemalige Chefsekret\u00e4rin hilft ihr, die Dinge des Alltags zu delegieren, so weit sie delegierbar sind. Alles, was Renate dazu braucht, ist ein Telefon und ihr gutes Ged\u00e4chtnis.<\/p>\n<p><strong>Rund ein Dutzend Menschen tun so jeder einen kleinen Teil daf\u00fcr, dass Renate und Emmi versorgt sind:<\/strong> Nachbarn denken beim Einkaufen daran, Dinge f\u00fcr sie mit zu bringen. Putzhilfen, die schon nebenan helfen, machen Dinge im Haushalt, die sie nicht mehr tun k\u00f6nnen. Eine Pflegerin half vor\u00fcbergehend bei der K\u00f6rperhygiene, eine Physiotherapeutin \u00fcbernimmt die Mobilisierung und der befreundete Taxifahrer fungiert ein bisschen als Au\u00dfendienst.<\/p>\n<p><strong>\u201eUnser Leben ist die Geschichte unserer Begegnungen\u201c<\/strong> ist ein Ausspruch von Anton Kner, einem deutschen Pfarrer und Schriftsteller. Renate verk\u00f6rpert diesen Satz und mit Emmi an ihrer Seite, die auf ihre ruhige feine Art die Kontakte vertieft, lebt sie immer noch autonom dank ihrer Begegnungen.<\/p>\n<h1>Vorschau<\/h1>\n<p>\u201eErinnerst Du Dich noch\u201c, fragte mich am Neujahrstag meine Frau, \u201efr\u00fcher war es Mode, per sms alles Gute zum neuen Jahr zu w\u00fcnschen.\u201c \u201eVermutlich macht man das heute \u00fcber Facebook\u201c antwortete ich. Sie merken: meine Frau und ich sind vor 1990 geboren und sind nicht bei Facebook. Was glauben Sie: haben wir trotzdem Freunde? Und falls ja: haben wir in den letzten f\u00fcnf Jahren auch Neue gefunden? Lesen Sie die Antworten am 20. Januar hier auf meinem Blog.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weihnachten war es wieder voll bei ihr zu Hause. Die \u201eJugend\u201c war da, die Nachbarn von nebenan und von obendr\u00fcber und auch die neu gewonnenen Freunde aus dem Nachbarhaus. 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