{"id":555,"date":"2013-03-24T18:30:59","date_gmt":"2013-03-24T17:30:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=555"},"modified":"2013-03-24T19:26:04","modified_gmt":"2013-03-24T18:26:04","slug":"wie-man-keine-freunde-gewinnt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=555","title":{"rendered":"Wie man keine Freunde gewinnt"},"content":{"rendered":"<p>Die Tage werden l\u00e4nger, die Temperaturen steigen und nun sieht man sie wieder in den Bars oder Stra\u00dfencaf\u00e9s eifrig nach der Bewunderung und der Aufmerksamkeit des Gegen\u00fcbers fischen: <strong>Menschen auf der Balz. Manchmal wirkt das wie ein Eroberungsfeldzug<\/strong>, bei dem eine(r) \u00fcberrollt wird mit selbstzentriertem Gerede. Dabei geht es doch um Gef\u00fchle, um einen gemeinsamen Tanz, nicht um die Eroberung von L\u00e4ndereien \u2013 oder habe ich da etwas missverstanden?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; width: 160px; height: 160px; margin-left: 25px; margin-bottom: 10px; margin-top: 4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/keinefreunde160x160.gif\" alt=\"Zeigt kein ehrliches Interesse am Gegen\u00fcber\" \/>Es war ein sehr gem\u00fctlicher Abend in einer Bar, die mit M\u00f6beln der 50er Jahre und ungew\u00f6hnlichen Cocktails eine behagliche Wohnzimmeratmosph\u00e4re schuf. Drei Paare waren anwesend, ged\u00e4mpfte Gespr\u00e4che, Loungemusik. <strong>Doch dann \u00f6ffnete sich die T\u00fcr, ER trat auf die B\u00fchne, um IHR zu imponieren.<\/strong> Kaum dass sie sa\u00dfen, \u00fcberfiel er sie und produzierte seine Vorz\u00fcge. Sie pflichtete ihm bei und versuchte seine Aufmerksamkeit auf ihre Einzigartigkeit zu lenken. Der Kampf um die Lufthoheit \u00fcber dem Kennenlernen war voll entbrannt. Die Gespr\u00e4che der anderen Paare und die Musik wurden in den Hintergrund gedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>1936 hat Dale Carnegie in seinem Buch \u201eWie man Freunde gewinnt\u201c die Geschichte eines erfolgreichen Abends erz\u00e4hlt. Sein Gegen\u00fcber habe sich beim Abschied sehr f\u00fcr das au\u00dferordentliche gute Gespr\u00e4ch bedankt, dabei hatte Carnegie nichts von sich erz\u00e4hlt. <strong>Er hat lediglich aufrichtiges Interesse f\u00fcr den anderen gezeigt.<\/strong> Das Buch z\u00e4hlt mittlerweile zu den Klassikern der Kommunikationsliteratur. Auch wenn es ein wenig aus der Zeit gefallen zu sein scheint, sind seine \u201egoldenen Regeln\u201c wie \u201eGeben Sie anderen ehrliche und aufrichtige Anerkennung\u201c, \u201eInteressieren Sie sich aufrichtig f\u00fcr andere\u201c oder \u201eErwecken Sie in anderen lebhafte W\u00fcnsche\u201c immer noch aktuell.<\/p>\n<p>H\u00e4tte der junge Mann in der Bar nur diese Regeln befolgt! <strong>Glauben Sie, dass er bei der Frau im Sessel gegen\u00fcber den lebhaften Wunsch geweckt hat, ihn wieder zu treffen?<\/strong> Dabei war doch gerade das sein Ziel, das er mit seinem Verhalten allerdings kr\u00e4ftig sabotierte.<\/p>\n<h1>Vorschau<\/h1>\n<p>Die junge Kollegin hat keine Chance: links ist das Fenster, vor ihr der Schreibtisch, hinter ihr die Wand und rechts \u2013 da sitzt ihr Chef. Fast schon auf ihrem Scho\u00df. An Flucht ist nicht zu denken, auch nicht, als er noch r\u00fclpst. Das ist der Alltag bei dieser Mitarbeiterin: sie l\u00e4sst diese massive Verletzung ihrer Grenzen zu. Kann eine Mischung aus Gehorsam und passivem Widerstand ihre Situation verbessern? Lesen Sie die Antworten am 7. April hier auf meinem Blog.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tage werden l\u00e4nger, die Temperaturen steigen und nun sieht man sie wieder in den Bars oder Stra\u00dfencaf\u00e9s eifrig nach der Bewunderung und der Aufmerksamkeit des Gegen\u00fcbers fischen: Menschen auf der Balz. Manchmal wirkt das wie ein Eroberungsfeldzug, bei dem eine(r) \u00fcberrollt wird mit selbstzentriertem Gerede. 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