{"id":661,"date":"2013-08-18T22:45:15","date_gmt":"2013-08-18T20:45:15","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=661"},"modified":"2013-08-18T22:50:52","modified_gmt":"2013-08-18T20:50:52","slug":"lobt-den-chef-%e2%80%93-es-tut-ja-sonst-niemand","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=661","title":{"rendered":"Lobt den Chef \u2013 es tut ja sonst niemand"},"content":{"rendered":"<p>\u201eVielen Dank, dass Sie sich f\u00fcr mich eingesetzt und mich unterst\u00fctzt haben. Das fand ich sehr gut von Ihnen\u201c, sagte die Mitarbeiterin ihrem Vorgesetzten. Der Chef schaute irritiert und tat das Lob mit einem gemurmelten \u201eda nicht f\u00fcr\u201c ab. Dabei sind die Haltung des Chefs und noch weniger das Lob der Mitarbeiterin selbstverst\u00e4ndlich. <strong>Aber warum sollten Mitarbeiter die Chefin \/ den Chef loben?<\/strong> Ist das Lob nicht schon im h\u00f6heren Chefgehalt enthalten?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; width: 200px; height: 126px; margin-left: 25px; margin-bottom: 10px; margin-top: 4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/chefloben200x126.gif\" alt=\"Chefs sind manchmal zwischen Hammer und Amboss\" \/>Nein \u2013 und das mittlere Management ist in manchen Firmen \u00fcberdies die \u201eMelkkuh der Nation\u201c:<br \/>\nzwischen Hammer (dem Top-Management) und Amboss (den Mitarbeitern) bekommen sie von allen Seiten Druck. Zielvorgaben hier, Mitarbeiterforderungen dort. Von wem soll da mal eine positive R\u00fcckmeldung kommen? <strong>Dabei braucht jeder Mensch ab und zu eine Anerkennung, auch Chefs.<\/strong><\/p>\n<p>Den Vorgesetzten zu loben ist jedoch eine heikle Sache: Wie schnell ger\u00e4t man in den Verdacht, heuchlerisch zu sein! Doch ein Heuchler meint das, was er sagt, nicht ernst. Und das sp\u00fcrt das Gegen\u00fcber. Ist das Lob jedoch <strong>ehrlich und der Situation angemessen<\/strong>, dann ist diese R\u00fcckmeldung <strong>im doppelten Sinne stimmig<\/strong>. Anstatt eines schalen Beigeschmacks hinterl\u00e4sst sie ein gutes Gef\u00fchl auf beiden Seiten.<\/p>\n<p><strong>Einen Anlass daf\u00fcr sollte es f\u00fcr ein Lob aber schon geben. <\/strong>V\u00f6llig daneben w\u00e4re es, wenn es weder zur Situation passt noch ehrlich gemeint ist (\u201eGaanz toll Chef, wie Sie heute morgen eingeparkt haben!\u201c). Und Schweigen w\u00e4re besser, wenn das Gesagte der inneren \u00dcberzeugung entspricht, aber unpassend f\u00fcr das Arbeitsumfeld ist (\u201eMensch Chefin, in dem Kost\u00fcmchen haben Sie \u2019nen richtig knackigen Hintern!\u201c).<\/p>\n<p>Ob die F\u00fchrungskraft mit einem stimmigen Lob umgehen kann, steht wiederum auf einem anderen Blatt: Denn es scheint eine schwere Krankheit zu geben, die weit verbreitet ist: die Lob-Wahrnehmungs-St\u00f6rung. Die daran Erkrankten nehmen Lob in einem doppelten Sinne nicht wahr. <a title=\"Diagnose: Lob-Wahrnehmungs-St\u00f6rung\" href=\"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=247\" target=\"_blank\">[Mehr dazu]<\/a><\/p>\n<p><strong>\u201eIhr seid gar nicht so dumm, wie ihr ausseht.\u201c<\/strong><br \/>\nMuhammad Ali (* 1942, US-amerikanischer Boxer)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eVielen Dank, dass Sie sich f\u00fcr mich eingesetzt und mich unterst\u00fctzt haben. 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