{"id":729,"date":"2014-02-23T18:00:53","date_gmt":"2014-02-23T17:00:53","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=729"},"modified":"2014-02-23T20:16:29","modified_gmt":"2014-02-23T19:16:29","slug":"psychosomatische-krankheiten-im-alltag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=729","title":{"rendered":"Psychosomatische Erkrankungen im Alltag"},"content":{"rendered":"<p>Die Schmerzen schienen unertr\u00e4glich, doch die Sitzung sollte noch Stunden dauern. Als alles nichts mehr half, fuhr der Abteilungsleiter nach Hause. <strong>Als er dort ankam, waren die Schmerzen aber wie weggeblasen.<\/strong> Sein K\u00f6rper und der Volksmund wussten, warum: \u201eEs war schlicht nicht mehr zu ertragen\u201c. Gibt es noch mehr Volksweisheiten, die einen Menschen daran erinnern, wie es ihm wirklich geht?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; width: 160px; height: 176px; margin-left: 25px; margin-bottom: 10px; margin-top: 4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/seelenspiegel160x176.gif\" alt=\"Der K\u00f6rper h\u00e4lt einem den Spiegel vor\" \/>Es ist verbl\u00fcffend, <strong>wie viele allt\u00e4gliche Redewendungen ungewollte Wahrheiten beschreiben<\/strong>. Zahllose Dentisten sehen Z\u00e4hne, die durch n\u00e4chtliches Knirschen zerrieben werden, denn da \u201emuss sich jemand durchbei\u00dfen\u201c. Die Hals-Nasen-Ohren \u00c4rzte wissen um eine gute Einnahmequelle, weil ihre Patienten etwas \u201enicht mehr h\u00f6ren k\u00f6nnen\u201c, \u201edie Nase voll haben\u201c oder ihnen etwas \u201eim Halse stecken bleibt\u201c. Physiotherapeuten leben haupts\u00e4chlich von Menschen, die \u201ekrampfhaft an etwas festhalten\u201c, \u201eauf deren R\u00fccken etwas ausgebadet wird\u201c oder die st\u00e4ndig \u201eden Kopf einziehen\u201c m\u00fcssen. \u201eDas geht auf keine Kuhhaut mehr\u201c wissen Dermatologen beim Blick auf Hautauschl\u00e4ge.<\/p>\n<p>Der Volksmund hat seit jeher eine lange Liste von Redewendungen parat, um all diese psychosomatischen Krankheiten zu beschreiben. Dabei war dieser Begriff seit seiner Einf\u00fchrung Ende des 18. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts nur in medizinischen Fachkreisen bekannt. <strong>Aber bis heute werden vielfach die Wechselwirkungen zwischen K\u00f6rper und Psyche ignoriert.<\/strong> Wenn dann jemand die Signale des K\u00f6rpers mit einer Redewendung beschreibt, gibt es ein kurzes Aufleuchten in den Augen des Kranken: \u201eJa stimmt, da hast Du recht!\u201c<\/p>\n<p><strong>Der K\u00f6rper h\u00e4lt einem den Spiegel vor<\/strong><\/p>\n<p>Wie sch\u00f6n ist es, wenn ab und zu diese Erkenntnis im Bewusstsein bleibt und die Schmerzen zum Anlass genommen werden, sich diese Fragen zu stellen: \u201eWarum tritt gerade diese Krankheit auf?\u201c, \u201eWarum tritt die Krankheit gerade jetzt auf?\u201c und \u201eIn welchen Zusammenh\u00e4ngen befinde ich mich jetzt?\u201c <strong>Das ist ein erster Schritt, um sich zu befreien und seinen K\u00f6rper zu schonen.<\/strong> Und wer nicht h\u00f6ren will, dem geht es vielleicht wie einer Lehrerin, deren K\u00f6rper eine grandiose, weil einfache und effektive Krankheit einsetzt, um ihr die notwendige Ruhe zu verschaffen: Wird der Stress zu gro\u00df, verliert sie ihre Stimme. Und weil sie heiser ist, kann sie keinen Unterricht leiten.<\/p>\n<p><strong>\u201eEs gibt auch Spiegel, in denen man erkennen kann, was einem fehlt.\u201c<\/strong><br \/>\nFriedrich Hebbel (1813 \u2013 1863), deutscher Dramatiker und Lyriker<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schmerzen schienen unertr\u00e4glich, doch die Sitzung sollte noch Stunden dauern. Als alles nichts mehr half, fuhr der Abteilungsleiter nach Hause. Als er dort ankam, waren die Schmerzen aber wie weggeblasen. Sein K\u00f6rper und der Volksmund wussten, warum: \u201eEs war schlicht nicht mehr zu ertragen\u201c. 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