{"id":737,"date":"2014-03-09T18:00:57","date_gmt":"2014-03-09T17:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=737"},"modified":"2014-09-21T19:34:33","modified_gmt":"2014-09-21T17:34:33","slug":"bevor-der-job-ubermachtig-wird","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=737","title":{"rendered":"Bevor der Job \u00fcberm\u00e4chtig wird"},"content":{"rendered":"<p>Schon morgens, bevor sie aus dem Bett taumelte und in die Dusche stolperte, war sie pr\u00e4sent: die Arbeit. Dann im B\u00fcro beflissen die Aufgaben erledigen, doch der Chef nimmt einen nur wahr, wenn etwas schief gelaufen ist. Auf dem Heimweg und sp\u00e4ter beim Einschlafen poppt dann im Geiste noch auf, was alles zu erledigen gewesen w\u00e4re. Die Arbeit beherrscht alles \u2013 es geht aber auch anders.<\/p>\n<p>Dolly Parton sang von einem Job, der nur \u201eFrom nine to five\u201c dauerte und doch voller geplatzter Tr\u00e4ume ist. F\u00fcr die Einleitung der Kolumne habe ich mich vom ihrem Liedtext inspirieren lassen. <strong>Heute nimmt f\u00fcr manche die Arbeit sogar drei Viertel der wachen Zeit ein,<\/strong> weil er einen in Gedanken schon lange vor Beginn und noch lange nach Ende verfolgt. Bleibt also ein mageres Viertel f\u00fcr sich selbst, f\u00fcr Treffen mit anderen, Hobby, Sport, Haushalt \u2026 Wo bleibt da der Spa\u00df an der Arbeit oder der Spa\u00df am Leben?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; width: 220px; height: 165px; margin-left: 25px; margin-bottom: 10px; margin-top: 4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/fromninetofive220x165.gif\" alt=\"Ein Ausstieg aus dem Teufelskreis ist moeglich\" \/>Die ideale Arbeit hat ein Gleichgewicht aus Herausforderungen und aus F\u00e4higkeiten. Dabei sind F\u00e4higkeiten nicht nur im Sinn von eigener Kompetenz sondern auch Bef\u00e4higung gemeint. Bef\u00e4higung, durch Ressourcen den Aufgaben gerecht werden zu k\u00f6nnen. <strong>Wer da in einer st\u00e4ndigen Welt der \u00dcberforderung arbeitet (\u201eDas ist nie und nimmer zu schaffen\u201c) kann sich aber immer noch kleine Fluchten, kleine Freiheiten schaffen.<\/strong><\/p>\n<p>Bei <a title=\"After Work Impulse\" href=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/downloads\/After%20Work%20Impulse%2027%20Feb%202014.pdf\">meiner letzten Abendveranstaltung<\/a> haben die Teilnehmer \u00fcber vierzig Beispiele gebracht, was sie tun, um von der Arbeit abzuschalten \u2013 und sei es auch \u201enur\u201c f\u00fcr f\u00fcnf Minuten. Sie lassen sich in f\u00fcnf Kategorien einteilen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Eine kurze Pause einlegen<\/strong> (Eine Tasse Tee trinken und aus dem Fenster schauen; ein kleiner Spaziergang)<\/li>\n<li><strong>Sich k\u00f6rperlich bet\u00e4tigen<\/strong> (Sport aller Art; Gartenarbeit)<\/li>\n<li><strong>Etwas f\u00fcr sich tun<\/strong> (Lesen; eine kleine K\u00f6stlichkeit auf einem Teller liebevoll anrichten; zwei Takte auf dem Klavier, die richtig \u201eflutschen\u201c ohne Nachzudenken)<\/li>\n<li><strong>Mit anderen in Kontakt kommen<\/strong> (Kochen mit Freunden; tanzen oder spielen)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und dann gibt es noch als f\u00fcnftes den \u201eThird Place\u201c: <strong>einen Umweg bzw. eine Unterbrechung auf dem direkten Weg von der Arbeit zur\u00fcck nach Hause.<\/strong> F\u00fcr die Engl\u00e4nder und Iren ist das beispielsweise der Besuch im Pub, Italiener gehen in die Espresso-Bar. Man kann aber auch einfach eine Runde durch den Park gehen.<\/p>\n<p>Wer sich so ein wenig Zeit g\u00f6nnt, um von der Arbeit zu entspannen, wird bei einer Tagesr\u00fcckschau merken: <strong>der Tag war nicht nur Arbeit, er war auch <em>mein<\/em> Tag.<\/strong><\/p>\n<p>Auf Wunsch stelle ich die Ideensammlung gerne zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>\u201eEntspanne Dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so sch\u00f6n.\u201c<\/strong><br \/>\nKurt Tucholsky (1890 &#8211; 1935), Deutscher Schriftsteller<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon morgens, bevor sie aus dem Bett taumelte und in die Dusche stolperte, war sie pr\u00e4sent: die Arbeit. Dann im B\u00fcro beflissen die Aufgaben erledigen, doch der Chef nimmt einen nur wahr, wenn etwas schief gelaufen ist. 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