{"id":764,"date":"2014-05-25T19:30:28","date_gmt":"2014-05-25T17:30:28","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=764"},"modified":"2014-05-25T19:57:02","modified_gmt":"2014-05-25T17:57:02","slug":"blos-keinen-zwang-zur-selbstverwirklichung-im-sabbath-jahr","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.kaihartmann.de\/?p=764","title":{"rendered":"Blo\u00df keinen Zwang zur Selbstverwirklichung im Sabbat-Jahr"},"content":{"rendered":"<p>Keine Gehaltserh\u00f6hung h\u00e4tte ihm dieses Gl\u00fcck erm\u00f6glicht: aufstehen, wenn er wach wird. Tun, was ihm gef\u00e4llt. Sein lassen, was ihm missf\u00e4llt. Und nebenbei, ganz von alleine, wurde ihm seine neue berufliche Perspektive klar. Das Sabbat-Jahr war die beste Entscheidung, die er f\u00fcr sich hatte treffen k\u00f6nnen. Dabei ging er in dieser Zeit noch nicht einmal auf eine Weltreise.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float:right; width:220px; height:161px; margin-left:25px; margin-bottom:10px; margin-top:4px;\" src=\"http:\/\/www.kaihartmann.de\/images\/coaching\/blog\/haengematte220x161.gif\" alt=\"Lob der H\u00e4ngematte\"\/>F\u00fcr viele Menschen, denen besonders viel an ihrer Karriere liegt, ist eine Auszeit ein Eingest\u00e4ndnis von Schw\u00e4che: \u201eSo was brauche ich doch nicht!\u201c ist ihr lakonischer Kommentar dazu. <strong>Dabei hat selbst der Gr\u00f6\u00dfte aller Arbeiter eine Auszeit genommen:<\/strong> \u201eVollendet waren der Himmel und die Erde, und all ihre Schar. Vollendet hatte Gott am siebenten Tag seine Arbeit, die er machte und feierte am siebenten Tag von all seiner Arbeit, die er machte.\u201c (Genesis \/ 1. Buch Moses, 2, 1-2) Wenn sogar ein Gott ausruhen kann, dann doch erst Recht ein Mensch.<\/p>\n<p>Nehmen Menschen eine Auszeit, einige Monate oder ein ganzes Sabbat-Jahr, <strong>k\u00f6nnen sich einige nicht von \u00e4u\u00dferen Erwartungen befreien.<\/strong> Teilweise sind die Monate eng gepackt mit Reisepl\u00e4nen, vorwiegend in asiatische L\u00e4nder, in denen man \u201eendlich mal zur Ruhe kommen kann\u201c um zu \u00fcberlegen, wie es weitergehen soll. Teilweise sind sie als L\u00e4ndersammler unterwegs und wollen sich und anderen beweisen, dass sie selbst in der Auszeit zu au\u00dfergew\u00f6hnlichen Leistungen f\u00e4hig sind.<\/p>\n<p><strong>Wenige machen gar keine Pl\u00e4ne, sondern leben in den Tag.<\/strong> Und stellen fest: gerade am Anfang brauchen sie vor allem Ruhe, wenig Ablenkung und viel Zeit f\u00fcr sich. Sie machen eine Bestandsaufnahme: Wie ist es eigentlich um meine Freunde bestellt \u2013 gibt es noch welche? Und was verbindet einander? Wie ist das Verh\u00e4ltnis zu Eltern und Geschwistern? Was braucht mein K\u00f6rper, welche Ern\u00e4hrung, welche Bewegung? Sie betrachten, was belastend war, verarbeiten die Erkenntnisse und lassen los, was nicht mehr zum Leben dazu geh\u00f6ren soll.<\/p>\n<p>Das setzt Energie frei, um Zukunftspl\u00e4ne zu schmieden und in die Tat umzusetzen. <strong>Die Entscheidungen werden oft ganz unbewusst getroffen.<\/strong> Ja-Nein-Entscheidungsb\u00e4ume, Projektpl\u00e4ne oder Managementmethoden sind in der Regel untauglich, um das Leben neu auszurichten. Denn sie betrachten lediglich die Verstandesebene, nicht jedoch die Gef\u00fchle und Bed\u00fcrfnisse. Bleiben diese unbeachtet, ist die Gefahr sehr gro\u00df, dass es nach der Auszeit gerade so weitergeht, wie es zuvor gelaufen ist.<\/p>\n<p><strong>\u201eWer sich von Ablenkung fern halten kann, f\u00fcr den erstreckt sich ein Tag \u00fcber tausend Jahre. F\u00fcr den, der ein weites Herz hat, ist eine H\u00fctte so gro\u00df wie das Universum.\u201c<\/strong><br \/>\nHong Zicheng (1593 \u2013 1665, chinesischer Philosoph)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine Gehaltserh\u00f6hung h\u00e4tte ihm dieses Gl\u00fcck erm\u00f6glicht: aufstehen, wenn er wach wird. Tun, was ihm gef\u00e4llt. Sein lassen, was ihm missf\u00e4llt. Und nebenbei, ganz von alleine, wurde ihm seine neue berufliche Perspektive klar. Das Sabbat-Jahr war die beste Entscheidung, die er f\u00fcr sich hatte treffen k\u00f6nnen. 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