Der Nordkoreaner in mir

Er sollte eine 3-minütige Präsentation vorbereiten: „Wie motiviert mich jetzt im Homeoffice unsere Firmenphilosophie Innovation aus Tradition?“ Die Aufgabe kam vom Chef und alle würden zuhören. Sollte er sich jetzt einschleimen oder lieber die Wahrheit sagen?

Jedes Unternehmen, sei es nun privatwirtschaftlich, staatlich oder gemeinnützig, hat ein Leitbild, an dem sich alle Mitarbeitenden orientieren sollen und das Maßstab für Entscheidungen ist. Man „hält zusammen“ wie eine „große Familie“ und stellt den „Kunden in den Mittelpunkt“, ist „agil“ und „kostenbewusst“, ist „Technikführer“ oder gar Synonym für eine ganze Branche („Das Auto“). Gleichzeitig haben in Zeiten des Homeoffices Führungskräfte die Schwierigkeit, die Motivation ihrer Angestellten zu erfahren. Da stellen die aus „technischen Gründen“ („Sorry, ganz schlechte Internetverbindung!“) die Kamera bei Videokonferenzen ab und verschwinden im Off. Auch aus den Emojis in den Chats lässt sich schwer eine Stimmung herauslesen und virtuelle Team-Kaffeepausen scheitern an den Stundenplänen der Schule.

So kommt leicht die Idee auf, mal eine Kurzpräsentation zur Motivation einzufordern. Was eignet sich dazu mehr als die alle verbindende Firmenphilosophie? Doch wie sollen Mitarbeitende reagieren, die nach Monaten von Homeschooling, Homeoffice und Home-Koller auf dem Zahnfleisch kriechen? Sollen sie ehrlich sein und zeigen, wie es ihnen geht? Das kann leicht als Zeichen der Schwäche angesehen werden. Vorgesetzte sind häufig selbst am Rande des Nervenzusammenbruchs und können keine Entlastung anbieten. Da keine Lösung in Sicht ist, kann der Nordkoreaner in mir die Präsentation machen.

Es gibt unzählige Fotos von Menschen aus Nordkorea, die ihrem „glorreichen Führer“ begeistert applaudieren und jedes seiner „vorbildlichen“ Worte notieren. Dieses Höchstmaß an Ergebenheit könnte auch mir helfen und so sähe die Präsentation aus: „Unsere Firmenphilosophie ist für mich tägliche Inspiration, ich lebe sie geradezu – Innovation ist besonders jetzt wichtig – Mit beständiger Erneuerung habe ich viel Übung – Ich nehme also die aktuellen Herausforderungen gerne an – Habe mich schnell an veränderte Bedingungen angepasst …“

Doch beim Tippen regt sich in mir Widerstand. Als „widerwärtiger Schleimer“ fühle ich mich beschimpft, als „Weichei“, nur zu „feige“, es mal „richtig krachen zu lassen“. Crazy Harry meldet sich zu Wort, der Anarchist aus der Muppet Show, der es liebt, Dinge in die Luft zu jagen. Das dafür notwendige Dynamit hat er immer parat.

Zwischen grenzenloser Zustimmung und kompletter Ablehnung

Wie sähe die Präsentation wohl aus, wenn er sie machen dürfte? „Innovation heißt Altes zerstören, nicht wahr? Also Schluss mit Muff wie diesem Motivationsgedöns! – Ich muss mal an die frische Luft und die Arbeit ist im Weg, also weg damit! – Ich sprenge mir den Weg zu meiner Familie frei, denn sie braucht mich – Es reicht mir mit dämlichen Zusatzaufgaben, ständigen Anpassungen und dem elendigen Zeitdruck …“ Das wäre vermutlich sehr authentisch, aber unter den gegebenen Umständen ein wenig unpassend. Und der unterwürfige Nordkoreaner in mir ist entsetzt ob dieses sträflichen Verrats am Chef.

Eine gelungene Präsentation wäre dann möglich, wenn ich dem Angepassten (Nordkoreaner) ein wenig Anarchie (Harry) an die Seite stelle, beispielsweise ein freundliches Lächeln und ein im Stillen gedachten ausgestreckten Mittelfinger. Oder mit dem Gedanken, dass Innovationen auch Zeit und Ruhe zum Reifen brauchen und diese im Moment schwer zu finden sind. Deshalb können auch manche Aufgaben leider nicht erledigt werden.

Das ist jetzt keine Blaupause, denn letztendlich muss jede/r selbst die richtige Balance zwischen den eigenen Crazy Harrys und Nordkoreanern finden, um im doppelten Sinne stimmig zu sein: authentisch (für sich) und angemessen (für die Situation).

Solange man Geld verdienen muss, muss man sich beleidigen lassen.

Martin Walser (*1927, deutscher Schriftsteller)

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Der Chef wandert nicht ins Jammertal

Die Zustände waren für den Kollegen schlichtweg unhaltbar: Zu wenig Leute, zu viel Arbeit, schlecht abgestimmte Entscheidungen. Ausführlich benannte er seinem Manager immer wieder alle Fehlentwicklungen, doch der Chef fragte nur genervt: „Können Sie nicht mal konstruktiver sein?“

Die Arbeitswelt scheint zuweilen nicht ein gemeinsamer Planet zu sein, sondern zwei Welten in einer. Hier die der Angestellten, Arbeitenden, Untergebenen und dort die der Führenden und Leitenden. Die Frustration der unteren Ebenen äußert sich in den Ohren mancher Vorgesetzten in fortwährendem Jammern und Wehklagen, die Reaktion der Führungsebene wird darunter bestenfalls als ignorant und je nach Charakter sogar als bösartig oder dumm empfunden. Dazwischen oft genug: Verständigungsschwierigkeiten. So als würden fremde Sprachen gesprochen werden.

Beschwerden werden beschwerlich, wenn Chefs (m/w/d) mit dem unbrauchbarsten Rat für alle Fälle kontern: „Dann müssen Sie halt Prioritäten setzen!“, während sie gleichzeitig neue Aufgaben in engen Zeitfenstern über den Tisch schieben. Zu Recht fühlt sich da niemand ernst genommen. Institutionalisiert wird dieses Aneinander-Vorbeireden mitunter in den Verhandlungen zwischen Betriebs-/Personalrat und der Unternehmensleitung. Bis einer heult oder das Schiedsgericht angerufen wird.

Dabei liegen wertvolle Kerne sowohl im Jammern als auch in dessen Zurückweisen. Des Jammerns guter Kern ist das Benennen von Fehlentwicklungen. Da läuft etwas nicht rund, wertvolle weil knappe Ressourcen (Zeit, Geld, Arbeitskraft) werden für Tätigkeiten ineffizient eingesetzt, was wenig effektive Ergebnisse mit sich bringt. Im Extremfall benennen sog. Whistleblower (Hinweisgeber) gar kriminelle Zustände.

Ein König wendet sich vom klagenden Untertan abGleichzeitig fühlen sich viele Führungskräfte als Kummerkasten für ganz viele Mitarbeitende und es kommt ihnen vor, als ob alle ihnen ständig die Ohren volljammern. Dabei nehmen Chefs selbst viele Missstände wahr, denn sie sind nicht so ignorant oder dumm, wie ihnen von manchen Mitarbeitenden unterstellt wird. Leitende sind unter Umständen genauso Leidende wie ihre Untergebenen.

Im Zurückweisen liegt im Kern bei wohlwollender Betrachtung auch die Forderung, konkrete Vorschläge zu benennen, so dass Handlungsfelder erkennbar werden. Von „Ich will nicht …“ oder „XY macht nie …“ soll der Gedanke darauf gelenkt werden, wie es besser sein könnte. Statt tiefer hinein ins Jammertal zu wandern ist es sinnvoll, den Fokus auf das Wesentliche und Änderbare (!) zu richten. Jammern über unveränderliche Umstände ermüdet Sprecher und Zuhörer gleichermaßen.

Wem das zu viel „Evangelischer Kirchentag“ ist (also zu viel Glauben an das Gute im Menschen) dem empfehle ich ein einfaches Experiment. Die nächste Person, die einem die Ohren volljammert einfach zu fragen „Wenn es nur nach Dir ginge, wie willst Du gerne arbeiten, leben, … Und zwar positiv formuliert.“ Oft genug folgt dann Schweigen: „Ja, das weiß ich auch nicht so genau.“ Denn: Dazu muss ich halt erst mal wissen, was ich will und nicht nur, was ich nicht will.

Diese Intervention lenkt den Gedanken von der Problembeschreibung auf die Problemlösung. Auch wenn die englische Sprichworte „Problem talking creates problems, solution talking creates solutions”1) oder “Energy flows where attention goes”2) mantraartig und quasi-religiös in keinem Selbsthilfebuch fehlen dürfen, so zeigen sie doch, worum es geht: Wenn ich meine Aufmerksamkeit auf die Lösungssuche und deren Umsetzung richte, habe ich mehr Chancen, die Veränderung in meinem Sinne tatsächlich anzustoßen.

Denn auf Seiten der Führung werden so zwei Impulse gesetzt: Die Chance steigt, auf offenere Ohren bei meiner Führungskraft zu stoßen und sie wird sich auch nicht mehr so leicht aus der Verantwortung stehlen können, die Missstände auf Basis der Vorschläge abzustellen.

Jammerlappen sind nicht angesagt.

Aus dem Film „Tatsächlich Liebe“

1) Das Reden über Probleme erzeugt Probleme, das Reden über Lösungen schafft Lösungen.

2) Wo die Aufmerksamkeit ist, fließt die Energie.

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Duzen – Siezen – Diezen

Er saß unerwartet bei einer Präsentation direkt neben der Geschäftsführung: man sei ja schließlich ein Team. Als sich das Management anschließend über das Gesehene austauschte, verstand er kein Wort. Was er dort hörte, ergab für ihn einfach keinen Sinn. Und er fragte sich: „Welche Sprache benutzen die denn?“

Macht und Hierarchie im Arbeitsalltag wirken im 21. Jahrhundert so veraltet wie Fax und Schreibmaschine. Verstärkt wird das noch durch Corona-bedingte Videogespräche, die Vorgesetzte unfreiwillig in ihrer privaten Umgebung führen müssen. Da rennt beim Bankvorstand im Hintergrund das Kind durch den Flur, die Verkaufsleiterin scheint afrikanische Schrumpfkopfmasken zu mögen und ein rosa Betthimmel heiligenscheint über der Glatze des Projektleiters.

Dazu passend greift seit geraumer Zeit eine Duz-Welle um sich. Was in der Werbung von hippen Start-ups (oder auf Deutsch: Firmen, die mit ihrem Neugeschäft gerade in aller Munde sind) ausging, ist mittlerweile im Bankgeschäft, beim Autokauf und im Textilhandel weit verbreitet. Suggeriert wird hier: wir verstehen die Bedürfnisse unsere Kunden und sind wie ein Freund an deren Seite – auf Augenhöhe, „Du + Wir = ein Team“. Team scheint überhaupt ein wichtiger Begriff zu sein.

Das „Sie“ gilt als Zeichen des Respekts und der Ordnung zwischen mächtigen Oberen und dienenden Untergebenen. Es gibt nur noch wenige Bereiche, in denen das Sie unerschütterlich scheint. In der öffentlichen Verwaltung beispielsweise. Im sozialen Bereich ist es dagegen selbstverständlich, dass sich geduzt wird. Hier arbeiten Menschen mit Menschen für Menschen und das „Sie“ wäre eine Barriere, die die pädagogische oder pflegerische Arbeit nur erschwert. Dann gibt es noch hybride Mischformen. Ein „Diezen“ wie im Supermarkt („Du Frau Müller, kannst Du mir mal …“) oder aus dem Angelsächsischen kommend („Irene, könnten Sie bitte mal …“)

Das „Du“ ist für deutsche Gewohnheiten ursprünglich dem privaten Umfeld vorbehalten gewesen. Wurden in der Nachkriegszeit Eltern teilweise noch gesiezt, hat sich das „Du“ als besondere Auszeichnung durchgesetzt: seht her, wir sind so eng miteinander verbunden, dass wir uns duzen. Auch best buddies (beste Kumpel) zeigten mit dem Du: Wir sind drin und Ihr seid draußen. Im professionellen Kontext kreiert das „Du“ die Illusion einer freundschaftlichen Verbundenheit, doch es ist lediglich ein „Arbeits-Du“.

Ein König spricht von mit einem UntertanDenn wird in einer Organisation das vorgeblich Hierarchie-nivellierende „Du“ verwendet, braucht es andere Formen, um das weiterhin real existierende Machtgefälle zu demonstrieren, Team hin oder her. Innerhalb einer Firmensprache (Siemens-Sprech, Commerzbank-Sprech, etc.) gibt es auch noch das „Management-Sprech“. Da fallen ganz beiläufig die neuesten Buzzwords (Begriffe, die aktuell in keiner Präsentation fehlen dürfen, wenn man dazu gehören will), die nur die Eingeweihten kennen. Es werden Andeutungen gemacht, die auf gemeinsame Vorabsprachen verweisen. Und das Ganze in einer Mischung aus exkludierender Gruppensprache und individueller Selbstdarstellung: Sprache ist eine Machtdemonstration nach Außen und nach Innen. Sie dient der Abgrenzung und der Positionierung der Gruppe.

Wer diese Sprache zum ersten Mal hört, denkt womöglich:

„Ich verstehe nur Bahnhof!“

(Redensart, die am Ende des 1. Weltkriegs entstand. Soldaten wollten nur weg von der Front nach Hause, damals halt mit der Bahn. Bahnhof bedeutete also Heimaturlaub. Sagt jemand „Ich verstehe nur Bahnhof“ ist gemeint: „Ich will hier weg und nach Hause“.)

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Das Neue vom Ende her denken

Mit schweren Schritten und tiefen Zweifeln schleppte er sich durch den ersten Arbeitstag in der neuen Firma. Alle und alles war fremd, ihm fehlten die vertrauten Kolleg:innen. Von „Durchstarten“ konnte bei ihm keine Rede sein. Und er fragte sich: „Warum habe ich bloß gekündigt?“

Das Ende des Hochsommers ist für viele ein Neuanfang: die Kinder kommen in die Schule oder haben sie endgültig verlassen, manche haben (un)freiwillig eine neue Arbeitsstelle, andere haben nun das Lebensalter ohne Arbeitsverpflichtung erreicht. Es gibt unzählige Ratgeber, wie der neue Job, die neue Stadt oder der neue Lebensabschnitt gelingen kann. Sie sind in der Regel linear auf die Zukunft ausgelegt. Dabei lohnt es sich, von gestern her auf die neue Situation zu schauen.

So wie jedem Anfang ein Zauber innewohnt ist davor ein Ende, das Wehmut erzeugt. Und so mancher kommt vor lauter Festhalten nicht im Neuen an. Denn wer kennt sie nicht, die Abschiede aus dem bisherigen Freund:innenkreis: da lacht ein Auge, während das andere weint; private Koordinaten werden ausgetauscht (E-Mail für die Generation Ü-50, TikTok für die U-20er), allgemeine Versprechen in Kontakt zu bleiben, sich zu besuchen – man könnte die Uhr danach stellen. Und genauso regelmäßig reißt der Faden ab, der doch angeblich so stark verbunden hat.

Mit dem physischen und zeitlichen Abstand kann auch eine emotionale und geistige Distanz kommen. War „Die beste Freundin aller Zeiten“ doch mehr Zicke, als ich dachte und ich schloss mich ihr nur an, weil ich damit gegen die Klassenqueen anstinken konnte? Und Kollege M war ein wunderbarer Verbündeter gegen Kollegen L und den Chef, doch ansonsten ziemlich dröge? Beziehungen brauchen einen gemeinsamen Kontext. Und das „Du“ war keines der Freundschaft, sondern nur ein „Arbeits-Du“ und es gibt außer Firma oder Verein nichts zu besprechen. Diese Erkenntnis hilft, den Abschied aus dem alten Umfeld auch wirklich erfolgreich schaffen zu können.

Klammer auf: Bei manchen Elternpaaren kommt diese bittere Erkenntnis, wenn die Kinder „aus dem Gröbsten raus“ sind und beide feststellen: es gibt keine eigenständige Beziehung mehr, sondern beide lebten lediglich eine häusliche Versorgungsgemeinschaft. Klammer zu.

Ein Mann schleppt vier schwere Eisenkugel hinter sich auf dem Weg zur sonnigen ZukunftWer jedoch übermäßig nachtrauert („Nie wieder werde ich so tolle Kolleg:innen haben!“, „Das war die beste Zeit meines Lebens!“) hängt in Verflechtungen fest, die längst nicht mehr leben. Mühsam werden alte Kontakte aufrechterhalten. Ständig wird das Neue am Alten gemessen. Und in der Erinnerung verklären sich bei solchen Gelegenheiten leicht die ehemaligen Umstände.

Es kostet dann ungleich viel mehr Kraft, das Neue zu begrüßen und einen gelingenden Start zu gestalten. So wohnt dem Anfang kein Zauber inne, sondern ist von Unwillen geprägt, sich auf das Neue einzulassen.

Was hilft es, Dingen nachzujammern und nachzutrauern, die längst vergangen sind? Oder auf Kölsch:

Watt fott es, es fott.

(„Was fort ist, ist fort“, Artikel 4 des Rheinischen Grundgesetzes)

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Reden, wenn die Zeit dafür reif ist

Es war ihm schon lange ein Anliegen, die angespannte Situation anzusprechen. Doch wenn er versuchte, sich auszudrücken, kam nur ein „Hrmpfl!“ heraus. Wie konnte er bloß den Knoten in der Zunge lösen?

Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir nicht sprechfähig sind. In uns herrscht mal ein Durcheinander an Gefühlen, Wünschen und Befürchtungen. Ein anderes Mal scheint alles klar zu sein; doch sobald wir versuchen, das jemandem zu erklären, fehlen uns die Worte. Es gibt scheinbar keine passende Sprache für das, was wir fühlen oder wollen. Die richtigen Worte zu finden braucht Zeit.

Oft genug drängt jedoch das Gegenüber: „Jetzt sag schon, was los ist!“ Dieser Druck bewirkt nur, dass die innere Verwirrung und die äußere Sprachlosigkeit noch stärker werden. Das wiederum führt zu Ärger auf der anderen Seite: „Sei nicht so verstockt! Ich höre Dir doch zu!“. Nein, da fällt Reden schwer, wenn die sprechende Person Zeit braucht, um Worte zu finden und die zuhörende Person vor allem eines nicht hat: Zeit und Geduld. Im schlimmsten Fall werden sofort Lösungen präsentiert und unerwünschte Ratschläge verteilt.

Im übertragenen Sinn treffen hier ein Krebs und ein Windhund aufeinander. Krebse gehen mit Seitbewegungen vorwärts. Immer schräg, mal nach rechts, mal nach links und dabei immer auch ein Stück vorwärts. Im Krebsgang kommen auch erst manche Gedanken ans Ziel. Ein Windhund dagegen jagt von Anfang an dem (falschen) Kaninchen hinterher, nichts lenkt die Konzentration vom Ziel ab. Schnellstmöglich gilt es das Rennen zu beenden. Dabei werden alle anderen hinter sich gelassen und abgehängt.

Die richtigen Worte zu finden braucht Zeit

Die Person, die um Sprechfähigkeit ringt, könnte dagegen eine sanfte Unterstützung gebrauchen. Die Suche nach dem, was da in mir ist und heraus will, kann durch offene Fragen unterstützt werden: „Wie …?“, „Was …?“ Auch Worte anzubieten, kann hilfreich sein: „Fühlt es sich an wie …?“, „Geht es Dir um …?“ Und auch wenn das Wortangebot nicht passt, kann es hilfreich sein: „Nein, es ist eher …“ So wird aus dem Reden ein lautes Denken und aus dem Zuhören eine Geburtshilfe für halb ausgesprochene Gedanken.

Auf den ersten Blick mag das ein langwieriges Verfahren sein. Doch auch ein Krebs kommt ans Ziel. Und für den Frieden in der Beziehung oder im Gespräch ist es allemal besser, zu begleiten als zu drängeln.

Wenn Du etwas wissen willst und es durch Meditation nicht finden kannst, so rathe ich Dir, mein lieber, sinnreicher Freund, mit dem nächsten Bekannten, der dir aufstößt, darüber zu sprechen. Es braucht nicht eben ein scharfdenkender Kopf zu sein, auch meine ich es nicht so, als ob du ihn darum befragen solltest, nein! Vielmehr sollst Du es ihm selber allererst erzählen.

Aus dem Aufsatz „Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ (Heinrich von Kleist, 1777 – 1811, deutscher Dramatiker und Lyriker)

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Bullshit-Bingo mit den nervigen Kollegen

Mit siegesgewissem Lächeln triumpfmarschierte sie durch’s Büro. Sie hatte mal wieder Recht gehabt und das wollte sie jetzt jedem Ungläubigen auf’s Brot schmieren. Das nervte alle und alle regten sich über ihr Gehabe auf. Bis auf einen. Der lächelte und freute sich insgeheim über ihre Show. Warum blieb er so gelassen?

Es gibt gerade auf der Arbeit viel Gelegenheit, die Eigenarten anderer Menschen zu studieren. Oft genug müssen sie ertragen werden, oft genug sorgen sie für Leid und Ärger. Schließlich hängen alle über Stunden aufeinander, müssen miteinander arbeiten obwohl die Sympathie füreinander doch arg begrenzt ist und so kommt es immer wieder zu Theaterszenen, bei denen eine Person die Rolle A und die anderen die Rolle B übernehmen. In Endlosschleife.

Da gibt es die Nörgler. Sie haben immer etwas zu meckern, das Glas ist nie halb voll, sondern immer halb leer, auch wenn es schon überläuft. „Das ist doch alles Käse!“ und „Man müsste endlich mal …“ sind ihr Standardphrasen. Wer immer dieser ominöse „man“ auch ist, bleibt ungeklärt.

Es gibt die angeekelten Besserwisser. In ihrer Welt müssen sie sich ständig mit Leuten abgeben, die unter ihrem Niveau sind. Gott, was sind die anderen dumm! Sie können immer sagen, wie eine Sache ausgehen wird. Und haben sie tatsächlich einmal Recht, reiben sie das allen anderen ungefragt unter die Nase.

Auch die hyperaktiven cholerischen Kollegen können eine Plage sein. Keiner schafft so viel wie sie weg, so fehlerlos, so genial. Das richtige Arbeiten muss den armen Dummchen nur richtig eingebläut werden, gerne so, dass es das halbe Büro mitbekommt.

Bullshit-Bingo mit nervigen KollegenAuf jede dieser Rollen gibt es Standardreaktionen, die sich voraussagbar zu einem festen Tanz wie bei den Kranichen entwickeln. Gelöst wird dadurch nichts, sie befeuern lediglich den Konflikt. Doch wie wäre es stattdessen mit einem inneren Bullshit-Bingo?

„Ich habe es doch gleich gewusst!“ – Bingo!

„Gott, was für eine dämliche Frage!“ – Bingo!

„Können Sie noch nicht mal kopieren??“ – Bingo!

Am Ende des Tages kann der Bingo-Zettel vollständig angekreuzt sein und ich freue mich, dass ich nicht auf das endlose Spiel von Provokation und Reaktion eingestiegen bin. Ich habe das einfach an mir abtropfen lassen. Wenn es jetzt auch noch einen Euro je Kreuz aus dem Lohnbüro geben würde – ich wäre ein reicher Mann.

Zank nicht mit einem Schwätzer /
und leg nicht noch Holz auf das Feuer!

Das Buch Jesus Sirach, Kapitel 8, Vers 3

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Wie der Vogel Strauß der Wahrheit ins Gesicht blicken

Seit Jahren wurde die Kollegin auf der Arbeit bei allen Beförderungen übergangen; egal, wie viel Einsatz sie zeigte. Sie glaubte, dass sich schon irgendwie ein Aufstieg ergeben wird. Irgendwann, sie müsse nur noch etwas warten. Ihr Freund quittierte das mit den Worten „Na, steckst Du schon wieder den Kopf in den Sand?“

Schon der Vergleich hinkt: da steckt jemand den Kopf in den Sand angeblich wie der Vogel Strauß, um die Augen vor der unangenehmen Wahrheit (sie wird nie befördert werden) zu verschließen. Denn tatsächlich steckt der Strauß den Kopf nicht in den Sand. Zum Schutz des Nestes legt er sich flach darauf, was aus der Entfernung so aussieht, als ob er den Kopf in den Sand stecke. Doch vom Strauß lässt sich in punkto Realitätswahrnehmung tatsächlich etwas lernen:Der Strauß kämpft statt den Kopf in den Sand zu stecken denn der Strauß kämpft statt den Kopf in den Sand zu stecken. Er verteidigt er sich mit einem gezielten Tritt und dieser Tritt kann einen Löwen oder einen Menschen töten. Alternativ kann er auf der Flucht in der Spitze bis zu 70 km/h schnell laufen. Und im Dauerlauf schafft er die 22 Kilometer von Frankfurt nach Bad Homburg in einer halben Stunde.

Der Strauß stellt sich also der Realität mit den Mitteln des Kampfes, der Flucht oder des Schutzes seiner Nachkommen. Menschen, die die Augen vor der Realität verschließen, stellen sich einfach nur tot und warten vergeblich, dass sich die Situation von alleine zu ihrem Gunsten entwickelt. Sie sind weder zu Kampf, zu Flucht noch zum Schutz in der Lage, weil sie in ihrer eigenen Wahrnehmung gefangen sind. So wie Kleinkinder: was sie nicht sehen, existiert nicht. Bis ungefähr zum zweiten Lebensjahr ist das die kindliche Vorstellung von der Welt. Danach wissen sie: Etwas ist auch dann noch vorhanden, obwohl ich es nicht sehe.

Doch manche Erwachsene scheinen diese Entwicklungsstufe nicht zu erreichen. Auf der Arbeit gibt es keine Perspektive mehr? „Ach, so schlimm ist das nicht, das wird schon werden!“ Der Traum von einer Beziehung ist geplatzt? „Ach nein, da müssen wir uns nur etwas mehr Zeit geben!“ Konflikte, Rassismus und Ausgrenzung sind deutlich erfahrbar? „Iwo, das ist nur eine vorübergehende Erscheinung!“

Die Realität anzuerkennen und desillusioniert zu werden (sich zu ent-täuschen), ist mitunter schmerzhaft. Da gilt es Abschied zu nehmen von geliebten aber ungelebten Träumen, intensivem Selbstbelügen und der Verleugnung von Tatsachen. Es wie der Abschied von einem vertrauten Menschen, der verstorben ist. Nichts ist mehr so, wie es vorher war; Trauerarbeit steht an. Doch erst, wenn durch die Trauer der Abschied bewältigt wird, kann in der Folge Neues entstehen: neue Ideen, neue Ziele, neue Begegnungen. Ganz wertfrei betrachtet wird das Neue anders sein als das Alte. Diese Reise zur Selbsterkenntnis kann von außen begleitet aber nicht erzwungen werden. Da muss schon jede/r selbst den Strauß machen: kämpfen, flüchten oder sich schützen.

Der Sinn des Reisens besteht darin, die Vorstellungen mit der Wirklichkeit auszugleichen, und anstatt zu denken, wie die Dinge sein könnten, sie so zu sehen, wie sie sind.

Samuel Johnson (1709 – 1784, engl. Gelehrter, Lexikograf und Schriftsteller)

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Wenn ein sachliches Gespräch entgleitet

Beim Statusmeeting kam es zum Eklat. Nach dem Urlaub stellte die Projektleiterin schwere Versäumnisse während ihrer Abwesenheit fest, die den Projekterfolg akut gefährdeten. Doch statt des erhofften gemeinsamen Schulterschlusses zur Lösung der Probleme entstanden Fronten und tiefe Gräben. Wie konnte das bloß passieren?

Wenn ein Gespräch entgleitet, sind Überraschung, Schaden und Zeitverschwendung groß. Es scheint, als hätten alle Beteiligten etwas „in den falschen Hals“ bekommen, bestünden „stur auf ihren Positionen“ und würden die anderen „einfach nicht verstehen wollen“. Dabei ging es doch eigentlich um die Sache, reine Fakten wurden auf den Tisch gelegt und logische Konsequenzen gefordert. Oder doch nicht? Nein, nichts davon war wirklich der Fall.

Jedes Gespräch, jegliche Art von Kommunikation, bedient gleichzeitig mehrere Ebenen: Diese vier Seiten der Kommunikation lassen sich in einem Quadrat darstellen. Das Modell hilft, ein Gespräch zu analysieren. Da sind zum einen nachprüfbaren Fakten, die klar „wahr“ oder „unwahr“ sind. Das ist die blaue Sachebene. Weiterhin sagen wir alle auch immer etwas über uns selbst aus und wie es uns geht. Was in uns los ist können wir nicht vollständig vor den anderen verbergen. Das ist die grüne Seite der Selbstkundgabe. Es schwingt auch immer eine Beziehungsdefinition mit: wie sehe ich mich im Verhältnis zum Gegenüber, wie sehe ich unsere Beziehung zueinander? Das ist die gelbe Beziehungsseite. Schließlich ist auch immer ein Appell, eine Handlungsaufforderung enthalten, mal deutlich, mal versteckt. Das ist die rote Appellseite.

Die Projektleiterin hat im Eingangsbeispiel ihrem Ärger Ausdruck gegeben. Doch hinter dem Ärger steckte in Wahrheit vermutlich Enttäuschung, eine Traurigkeit über das drohende Scheitern des geliebten Projekts.

Wenn die Traurigkeit das Gespräch bestimmt

Traurigkeit ist fähig, Ärger befeuern, der dann als Außenbeauftragter das Gespräch führt. Oft wird im „Eifer des Gefechts“ aus innerer Enttäuschung geäußerter Ärger. Zum anderen sind Ärger, Wut oder Aggression gesellschaftlich akzeptierter und daher einfacher zu zeigen als Enttäuschung, Trauer oder Verletzung. Weil auch Gesprächspartner leicht Vorwürfe, Angriffe und Herabsetzungen hören und damit automatisch in eine konfrontative Verteidigungshaltung gehen, entgleiten Gespräche in einen Beziehungskampf „unter der Gürtellinie“, anstatt dass sachlich die Fakten „auf den Tisch“ gelegt und ganz „vernünftig Lösungen gesucht“ werden.

Wenn der Ärger das Gespräch bestimmt

Es lohnt sich also, an den Kern der Emotionen heranzukommen, die mich gerade durchschütteln. Das eröffnet Wege für die Verständigung, weil ich dann ehrlicher zu mir und zum Gegenüber sein kann.

Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen.

Johann Wolfang Goethe (1749 – 1832, deutscher Dichter)

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Wie man die Rente überlebt

Auf der Trauerfeier sprach der Firmenvertreter von einem verdienstvollen Kollegen, der bis zum Schluss mit vollem Einsatz bei der Sache war und sich schon sehr auf die Rente gefreut habe. Und manch ein Zuhörer fragte sich: ist es nicht besonders tragisch, dass der Kollege kurz nach dem Renteneintritt starb?

Was ist Ihr Plan für die Rente? Das Leben einfach genießen? Durch die Welt reisen? Ehrenamtlich tätig werden? Gar der heimlichen Leidenschaft folgen und endlich Altphilologie studieren? Je nach Ziel können mit einem Rentenberater passende Finanzpläne erstellt werden. So ein Plan beschreibt, welche finanziellen Mittel wie angelegt werden, damit sie zum passenden Zeitpunkt verfügbar sind und sich in der Zwischenzeit auch möglichst vermehrt haben. Mögliche Erben werden bedacht, vielleicht vorhandene Immobilien mit einbezogen. Je besser die finanzielle Situation, desto mehr Möglichkeiten bieten sich für die Rentenstrategie. Doch bei dieser Betrachtung kommt die menschliche Komponente zu kurz.

Es gilt, sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch innerlich auf den neuen Lebensabschnitt „Ruhestand“ vorzubereiten. Dafür braucht es meiner Meinung nach eine „Exit-Strategie“ für einen schrittweisen Ausstieg aus dem Berufsleben. Denn etliche Menschen arbeiten bis zum Schluss mit Vollgas und können die Arbeit nicht loslassen, obwohl sie es doch eines Tages müssen. Von 150% auf null Prozent in einem Tag – das bringt Körper, Geist und Seele aus dem Lot. Gestern galt es noch, Energie bereitzustellen für die Arbeit und heute wird sie nicht mehr gebraucht, verpufft daher im leeren Raum. Der Geist will seine täglichen Aufgaben knabbern und bekommt sie nicht. Der Seele fehlt die Anerkennung des kollegialen Umfelds. Es ist so, als hätte man sich mit aller Macht gegen eine klemmende Tür gestemmt und plötzlich gibt sie nach.

Der Tod lauert in RentennäheMenschen, die auf diese Art in Rente gehen, fallen tief. Krankheiten, lange unterdrückt und beiseitegeschoben, können durch den nachlassenden Gegendruck endlich ausbrechen, das ganze System „Mensch“ gerät aus dem Gleichgewicht. Im Kleinen kennen das viele von der Erkältungs- und Grippewelle in den Weihnachtsferien.

Wer viele Stunden Gespräche, Tonnen von Gehirnschmalz und einiges strategisches Geschick in die Finanzstrategie für die Rente steckt, sollte auch eine Exit-Strategie entwickeln. Sie beschreibt die Schritte, wie das Arbeitsende aktiv vorbereitet werden kann. Es geht darum, statt eines abrupten Endes einen sanften Übergang zu gestalten. Damit werden Körper, Geist und Seele auf den dritten Lebensabschnitt vorbereitet:

  • Wann fange ich an, die Arbeit innerlich loszulassen?
  • Wie reduziere ich meinen Einsatz dort Schritt für Schritt?
  • Wie baue ich mir rechtzeitig Neues auf?
  • Wer werden in Zukunft meine sozialen Kontakte außerhalb der Arbeitswelt sein?

Ohne eine solche mentale Vorbereitung ist die Gefahr sehr groß, dass Gevatter Tod in der Nähe der Rentenziellinie wartet.

Die kleinen Freuden des Rentnerlebens: ein Scotch vor dem Mittagessen.

Aus der engl. Krimiserie „Inspector Barnaby“

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Der Burn-out des Sisyphos

Ein Gutes hatte die viele Arbeit: er war körperlich topfit, denn Sport war der notwendige Ausgleich zu seiner 60-Stunden Woche. Gut, die sozialen Kontakte ließen sehr zu wünschen übrig und Schlaf ist ohnehin überbewertet. Ein paar Opfer musste er doch für die Karriere bringen, nicht wahr?

Die Anforderungen der modernen Arbeitswelt haben mit ihrer erdrückenden Heftigkeit scheinbar eine bisher nie dagewesene Qualität von Ausbeutung des Menschen erreicht. Schneller werdender Wandel, die Konkurrenz durch digitale Assistenten und der stetig steigende Kostendruck lassen bei vielen arbeitenden Menschen nur den einen Schluss zu: so wurden wir noch nie ausgequetscht, die Zitrone gibt schon lange keinen Saft mehr.

Manchen wird das Gewinnen leichter gemacht

Manche fühlen sich an den antiken Helden Sisyphos erinnert, der einen Stein den Berg heraufrollt. Doch kurz vor dem Gipfel rollt der Stein nach unten und er muss von vorne anfangen. Nein, er ist kein armer Wicht, sondern erleidet eine Strafe für seine Hybris. Er wollte sich den Göttern gleichstellen und den Tod besiegen. Das erinnert mich an manche Menschen, die aus Selbstüberhöhung ins Burn-out schlittern.

Denn es gibt verbreitet den Gedanken: wenn ich mich nur ordentlich anstrenge, mal richtig „ranklotze“, dann werde ich den Berg abgearbeitet haben und danach geht es erträglich weiter. Sie werden oft befeuert von einer Selbstüberschätzung: „Nur ich selbst bin in der Lage, dieses und jenes zu tun. Wenn ich es nicht mache, macht es niemand anderes. Und so gut wie ich kann es sowieso niemand sonst.“ In dieser Falle der Selbstausbeutung angekommen kommt die Selbstversklavung unter fremde Arbeitsnormen von ganz alleine. Hybris und Sklaventum reichen sich so die Hand. Eine Verhaltensweise, die nur der Mensch an den Tag legt und im Tierreich völlig unbekannt ist.

Diese absurde Situation lässt sich nicht durch „immer mehr vom immer Gleichen“ (mehr Arbeit, mehr Anstrengung, mehr Tempo) lösen, sondern dadurch,

  1. dass ich erkenne, ich welcher Situation ich stecke.
  2. Dass ich sie annehme und anerkenne.
  3. Und dass ich schließlich gegen sie aufbegehre und mein eigenes Schicksal in die Hand nehme.

Sonst bleibe ich Sklave fremder Ansprüche und arbeite „996“: von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends an sechs Tagen in der Woche (das ergibt 72 Stunden).

Ich denke, dass es ein großer Segen ist, 996 zu arbeiten. Wenn Menschen nicht einmal 996 arbeiten, wenn sie jung sind, wann können sie es dann?

Jack Ma (*1964, Gründer der chinesischen Online-Plattform Alibaba)

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