Das kleine Corona-Glück

Genug durchgehalten, Zähne zusammengebissen und durch Abstandsregeln gequält. Überlebensgroß erschienen Freunde, Feiern und Clubbesuche vor ihrem geistigen Auge. Sie wollte den Corona-Marathon nicht mehr laufen. Konnte dieses Virus nicht einfach verschwinden?

Marathonläufer haben nicht nur einfach 42 Kilometer zu laufen, sie müssen vor dem Ziel durch das tiefe Motivationstal bei den Kilometern 35 bis 38. Da sind die Reserven schon aufgebraucht, die Qual nimmt zu und die Meter scheinen in Zeitlupe bewältigt zu werden. Die Corona-Pandemie als Marathon ist aktuell bei Kilometer 35, also am Beginn der zähen Phase (Der erste Covid-19 Fall in Deutschland wurde Ende Januar bestätigt. Ich nehme das als Startschuss für den Marathon und jede Woche zählt einen Kilometer).

Mir scheint, dass sich die Menschen in Deutschland gerade in zwei Gruppen aufteilen. Die einen sind für Durch- und Zurückhalten, die anderen haben die Nase voll von Zurückhaltung und wollen wieder das pralle Leben. Dabei will sicher niemand in Deutschland französische, spanische oder US-amerikanische Pandemieverhältnisse, wo umgerechnet auf die jeweilige Bevölkerungsanzahl fünf bis neunmal mehr Covid19-Infizierte und Tote als hierzulande zu beklagen sind.

So kommen gegenseitige Vorwürfe auf („Ihr seid so leichtsinnig und rücksichtslos“ gegen „Ihr nehmt uns die Lebensfreude weg“). Im Kern geht es den einen um Disziplin, den anderen um Leichtigkeit. Es scheint gleichzeitig ein Generationenkonflikt zu sein und der Klassiker, dass die Alten über die unvernünftigen Jungen schimpfen und die Jungen die Alten für verbohrt halten, hat ein weiteres Kapitel hinzubekommen.

Bei denen, die als jung und leichtsinnig angesehen werden, verstärken sich zwei Lebensumstände gegenseitig, die den „Alten“ fremd zu sein scheinen: Erstens wachsen Menschen unter anderem an den Krisen, die sie gemeistert haben. Schwere Krankheiten, der Abschied von geliebten Menschen, der Verlust einer Arbeitsstelle oder tiefgehende Beziehungskrisen benötigen Qualitäten wie Durchhalten, Prioritäten setzen und guten Mut bewahren. Diese Ereignisse treten in jungen Lebensjahren glücklicherweise selten bis nie auf.

Zweitens hat sich in den letzten zehn bis 15 Jahren eine „On demand“-Haltung im Freizeitleben durchgesetzt. Auf Bestellung werden alle Speisen der Welt geliefert, Reisen geplant, Einkäufe erledigt, Filme und Serien angeschaut. Oft zugeschnitten nach dem, was wohl meine Vorlieben zu sein scheinen. Kunden, die X kauften, kauften auch Y und Z – wer kennt das nicht?

Der Medien-und Kulturwissenschaftler Marcus Kleiner hat das als eine „Sofort-Haltung“ beschrieben, die die Erwartung einer unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung in allen Lebensbereichen nach sich zieht. Was unbequem und kompliziert ist, das stört und wird umgangen, denn schließlich warten attraktive Alternativen nur wenige Fingerbewegungen auf der Fernbedienung, dem Tablet oder Smartphone entfernt.

Coronamarathon ist bei Kilometer 35, doch ein Mann springt in einen Laubhaufen

Selbstverständlich ist die Corona-Pandemie kompliziert und sie stört mein gewohntes Leben. Doch sie ist keine Serie, die ich streamen oder nicht streamen kann. Sie folgt ihren eigenen Regeln und aus diesem Spiel kann ich nicht aussteigen. Corona geht nämlich auch ohne mich weiter, ebenso die Umwälzungen im Klima. Einen Marathon kann ich abbrechen, doch in beiden Krisenereignissen bleibe ich verhaftet, ob ich will oder nicht. Asketische Distanzregeln und eiserne Durchhalteparolen alleine werden aus meiner Sicht kein Verständnis auslösen oder gar Andere überzeugen.

In Frankfurt war der Marathon-Kilometer 37 jahrelang im einsamsten Streckenabschnitt auf einer langen, geraden Ausfallstraße zwischen Gewerbegebieten unter einer Autobahn hindurch1). Da gab es keine Zuschauer, keine Aufmunterung, keine Ablenkung und das machte alles nur noch schwerer. Die Veranstalter haben irgendwann daraus gelernt und die Strecke so verlegt, dass die mühsamen Kilometer 35-38 jetzt in der Innenstadt absolviert werden, wo viele Menschen am Straßenrand stehen und die Laufenden anfeuern.

Wenn ich nicht will, was ich muss, kann ich doch wenigstens probieren, Lichtblicke auf die Normalität zu bekommen und Glanzlichter zu setzen, die mir eine kindliche Freude bereiten. Kinder können ganz selbstvergessen im Hier und Jetzt sein. Davon können wir Erwachsenen uns etwas abschauen.

Wie wäre es mit „Ab-Eisen“ (Gegenteil zu „An-Eisen“): Das letzte Eis für diese Saison zelebrieren? Grillfreunde machen das mit „Abgrillen“ (im Herbst) und „Angrillen“ (im Frühjahr). Wann sind Sie zum letzten Mal in einen Laubhaufen gesprungen? Oder haben mit Kastanien Fußball gespielt? Eine Quatschsprache erfunden? Heiße Waffeln mit Kirschen nach einem Herbstspaziergang gebacken? Die Verkleidungskiste herausgeholt? Eine Kissenschlacht gemacht? Das alles lässt Corona nicht verschwinden, aber mal kurzeitig im kleinen Alltagsglück vergessen.

Wer Kind bleibt, ist ein Mensch.

Erich Kästner (1899 – 1974, deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor und Kabarettdichter)

1) Für Ortskundige: auf der Mainzer Landstraße zwischen Griesheim und Mönchhof

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Reden, wenn die Zeit dafür reif ist

Es war ihm schon lange ein Anliegen, die angespannte Situation anzusprechen. Doch wenn er versuchte, sich auszudrücken, kam nur ein „Hrmpfl!“ heraus. Wie konnte er bloß den Knoten in der Zunge lösen?

Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir nicht sprechfähig sind. In uns herrscht mal ein Durcheinander an Gefühlen, Wünschen und Befürchtungen. Ein anderes Mal scheint alles klar zu sein; doch sobald wir versuchen, das jemandem zu erklären, fehlen uns die Worte. Es gibt scheinbar keine passende Sprache für das, was wir fühlen oder wollen. Die richtigen Worte zu finden braucht Zeit.

Oft genug drängt jedoch das Gegenüber: „Jetzt sag schon, was los ist!“ Dieser Druck bewirkt nur, dass die innere Verwirrung und die äußere Sprachlosigkeit noch stärker werden. Das wiederum führt zu Ärger auf der anderen Seite: „Sei nicht so verstockt! Ich höre Dir doch zu!“. Nein, da fällt Reden schwer, wenn die sprechende Person Zeit braucht, um Worte zu finden und die zuhörende Person vor allem eines nicht hat: Zeit und Geduld. Im schlimmsten Fall werden sofort Lösungen präsentiert und unerwünschte Ratschläge verteilt.

Im übertragenen Sinn treffen hier ein Krebs und ein Windhund aufeinander. Krebse gehen mit Seitbewegungen vorwärts. Immer schräg, mal nach rechts, mal nach links und dabei immer auch ein Stück vorwärts. Im Krebsgang kommen auch erst manche Gedanken ans Ziel. Ein Windhund dagegen jagt von Anfang an dem (falschen) Kaninchen hinterher, nichts lenkt die Konzentration vom Ziel ab. Schnellstmöglich gilt es das Rennen zu beenden. Dabei werden alle anderen hinter sich gelassen und abgehängt.

Die richtigen Worte zu finden braucht Zeit

Die Person, die um Sprechfähigkeit ringt, könnte dagegen eine sanfte Unterstützung gebrauchen. Die Suche nach dem, was da in mir ist und heraus will, kann durch offene Fragen unterstützt werden: „Wie …?“, „Was …?“ Auch Worte anzubieten, kann hilfreich sein: „Fühlt es sich an wie …?“, „Geht es Dir um …?“ Und auch wenn das Wortangebot nicht passt, kann es hilfreich sein: „Nein, es ist eher …“ So wird aus dem Reden ein lautes Denken und aus dem Zuhören eine Geburtshilfe für halb ausgesprochene Gedanken.

Auf den ersten Blick mag das ein langwieriges Verfahren sein. Doch auch ein Krebs kommt ans Ziel. Und für den Frieden in der Beziehung oder im Gespräch ist es allemal besser, zu begleiten als zu drängeln.

Wenn Du etwas wissen willst und es durch Meditation nicht finden kannst, so rathe ich Dir, mein lieber, sinnreicher Freund, mit dem nächsten Bekannten, der dir aufstößt, darüber zu sprechen. Es braucht nicht eben ein scharfdenkender Kopf zu sein, auch meine ich es nicht so, als ob du ihn darum befragen solltest, nein! Vielmehr sollst Du es ihm selber allererst erzählen.

Aus dem Aufsatz „Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ (Heinrich von Kleist, 1777 – 1811, deutscher Dramatiker und Lyriker)

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Wortlos der Persönlichkeit Raum zur Entfaltung geben

Früher hatte sie große Scheu vor Menschen, sprach kaum und traute sich wenig. Kaum zu glauben, wer sie heute sieht: keck, neugierig und munter plaudernd stiefelt sie durch die Gegend. Ihre Persönlichkeit ist ordentlich gewachsen, obwohl sie keines der vielen aufmunternden Worte verstand, die ihr gesagt wurden. Kann man denn wortlos Mut und Vertrauen wecken?

In diesen Wochen sind die Menschen viel auf engem, manchmal unerträglich engstem, Raum zusammen. Und das länger, als so manchem gut tut und so steigen die Anspannungen an. Böse Worte werden ausgesprochen, Zwang ausgeübt und leider rutscht auch so manche Hand aus: „Wie oft habe ich Dir gesagt …“, „Hörst Du mir eigentlich nicht zu?“, „Wer nicht hören will, der muss fühlen!“ Streit und Gewalt machen die Räume noch enger, als sie ohnehin sind. Wobei mir in solchen Situationen dem Gesagten zu viel Bedeutung beigemessen wird. Denn in nahezu jeder Auseinandersetzung gibt es auch solche Dialoge:

„Das habe ich nicht gesagt!“
„Doch, hast Du!“
„Nein!“
„Wohl!“
„Unsinn!“
„Doch!“

So kann das Ping-Pong Spiel endlos weitergehen. Die „Das habe ich nicht gesagt“-Dialoge haben ihre Ursache überraschend oft in der Diskrepanz zwischen dem Ausgesprochenen und dem Ausdruck der inneren Haltung. Die Augen versprühen Aggressivität während der Mund säuselnd beruhigen will. Oder das Kooperationsangebot fordert in Wirklichkeit herrschsüchtig eine bedingungslose Kapitulation. Sie kennen das vielleicht, wenn Sie vom Gesagten mal wieder kein Wort glauben.

Das Eingangsbeispiel beschreibt Emma. Sie ist kein Mensch, sondern eine Katze aus dem Tierschutz. Sie lebt seit fünf Jahren bei uns und wir wissen wenig über ihre ersten zwei Lebensjahre. So scheu und ängstlich, wie sie zu uns kam, waren es keine guten Erfahrungen. Wir brauchten Wochen, um sie anfassen zu können. Besucher haben sie jahrelang nicht gesehen. Sie war wie ein Blatt im Wind, das zu einem Baum geworden ist.

Auf die innere Haltung kommt es anNatürlich glauben wir Katzenbesitzer, dass sie unsere Worte versteht. Das ist, so viel muss ich mir eingestehen, ausgemachter Blödsinn. Schließlich kommt sie aus Spanien, wir sprechen Deutsch und einen Sprachkurs hat sie meines Wissens nach nie gemacht. Doch sie liest unsere Haltung. Unsere innere Haltung, die sich ausdrückt in: wir gehen in die Knie auf Augenhöhe, wir fassen sie nicht von oben an, wir gehen zur Seite um sie vorbeizulassen, wir öffnen ihre eine Tür zum Schutzraum Schlafzimmer, wir halten sie sanft mit der Hand davon ab auf den Tisch zu klettern. Was immer wir auch dazu sagen, nimmt sie höchstens als Sprachmelodie wahr.

In der unfreiwilligen Isolation zu Hause sind Spannungen und Haltungen hochverdichtet spürbar. Wie wäre es also, weniger zu sagen, zu schimpfen oder zu fordern und mehr wortlos eine friedensstiftende Haltung zu zeigen. Einzuladen und Angebote zu machen? Ein kleines körperliches Stoppsignal zu geben statt gleich die verbale Keule herauszuholen? Raum zu geben durch die Art, wie ich mich im Raum verhalte?

Durch Worte kann der Mensch den anderen selig machen oder zur Verzweiflung treiben.

Sigmund Freud (1856 – 1939, österr. Begründer der Psychoanalyse)

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Weihnachten schenke ich mir … mich selbst

Der Christbaum war geschmückt, die Geschenke eingepackt und das Weihnachtsessen vorbereitet. Es war die Ruhe vor dem Sturm: drei Tage mit Familie, Verwandten, Partnern und Kindern standen bevor. Da beschloss er, sich selbst mit einer Auszeit zu beschenken. Denn sonst würde er sich selbst verlieren.

Des einen Freud ist des andern Leid. Weihnachten ist das Fest, an dem die Familie, ob fern, ob nah, zusammenkommt. Wann, wenn nicht unterm Christbaum, wird geredet, gegessen, getratscht und gestritten. Für alleinlebende Angehörige ist das der Höhepunkt des Jahres und lässt die alltägliche Einsamkeit vergessen. Für Eltern und Kinder, deren Alltag zwischen Arbeit, Haushalt, Schule und Hobbies aufgerieben wird, ist es die ultimative Stresssteigerung. Da ist Ärger vorprogrammiert.

Auszeit von Weihnachten

Denn statt „Stiller Nacht“ gibt es enge Zeitpläne, Fahrplanänderungen, Zugausfälle, umgekehrte Wagenreihung, Stau und stockenden Verkehr, Verstopfung wegen zu süßem Essen, Verstopfung wegen zu fettigen Essens, Drama wegen des vegetarisches Festmenüs, Drama wegen nicht veganer Speisen, Drama wegen falscher Geschenke, es gibt fahle Witze vor dem Alkohol, sexistische Zoten nach dem Alkohol und depressive Stimmung nach zu viel Alkohol. Überhaupt scheint es von allem zu viel zu geben.

Vor lauter „im Außen sein“ und Fremdbestimmung verlieren sich manche Menschen komplett und sind am Ende der Weihnachtszeit reif für die Insel. Da hilft es, eine Notbremse einzubauen. Eine halbe Stunde, also dreißig Minuten mit insgesamt 1.800 Sekunden, pro Festtag

Zeit.
Für mich.
Zum Nichtstun.
Ohne Plan.
Ohne Ziel.
Einfach.
Nur da sein.

Ein wunderbares Geschenk, das den Frieden erhält, sowohl in einem selbst als auch mit dem Umfeld. Kostet nichts, ist immer verfügbar und muss nicht umgetauscht werden.

Wo kann man denn Weihnachten allein hin – außer aufs Klo? Nach Thailand vielleicht, in irgendeine Fischerhütte? Aber will man das? An Weihnachten? Zur einzigen Zeit im Jahr, in der jeder dahergelaufene Einsame ruck, zuck von irgendwem aufgenommen werden soll?

Die Schriftstellerin Helene Hegemann am 24.12.2017 in der NZZ

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Es herrscht Krieg auf dem Ponyhof

Für ihn ist im Leben alles klar: Die Welt ist so, wie er sie sieht. Und wenn es Probleme gibt, dann liegt das immer an den Anderen. Besonders an seiner Frau. Nur die will das einfach nicht kapieren. Sie fragt sich stattdessen: „Für ihn ist das Leben ein Ponyhof, für mich ist es die Hölle – wie soll das funktionieren?“

Das Interesse mancher Menschen an ihrer Umwelt endet in Armeslänge. Alles, was nicht ganz unmittelbar sie betrifft, interessiert sie „nicht die Bohne“. Doch das Zusammenleben von Menschen ist eine beständige Suche nach Kompromissen und Kooperationen, damit gemeinsam die Herausforderungen des Alltags bewältigt werden können. Dazu ist es notwendig, seine eigene Meinung und seine Ziele vom Partner/von der Partnerin in Frage stellen zu lassen. Ich muss mich mit mir auseinandersetzen und meine Meinung hinterfragen. Wenn ich mich nur für mich und mein Wohlergehen interessiere, sehe ich andere Meinungen nicht als gleichwertig oder gar beachtenswert an. Also warum sollte ich dann mein egoistisches Verhalten im Sinne eines größeres gemeinsamen Ganzen korrigieren?

Denn jede Meinungsänderung, jede Verhaltenskorrektur, seien sie auch noch so unbedeutend, würde ein mühsam aufgebautes Weltbild in den Grundmauern erschüttern. Denn letztlich sind diese Menschen im tiefsten Innern verunsichert. Deshalb haben sie klare Regeln, die befolgt werden sollen. Sie brauchen Sicherheit und wenn die Welt so funktioniert, wie sie das brauchen, kommen sie mit ihr zurecht. Sie verwenden all ihre Kraft darauf, ihre Sicht auf die Welt aufrecht zu erhalten. Neues macht sie planlos, sie wissen schlichtweg nicht, mit Unvorhersehbarem umzugehen.

Als Ritter in voller Montur in den Kampf ziehen

Ihre Regeln werden mit Zuckerbrot und Peitsche durchgesetzt. Da wird belohnt, gedroht, gelogen und das durchaus mit Kreativität und Flexibilität. Sie sind bereit, für ihre eigenen Interessen die Beziehung zu anderen Menschen zu gefährden. Das Leben ist ein Ponyhof: ihr Leben, ihr Ponyhof und das sollen die Anderen einfach kapieren.

Es gibt Lebenspartner, die haben diese narzisstischen Züge und manipulieren die Umwelt geschickt in ihrem Sinne. Wer mit solchen Menschen in einer Partnerschaft lebt, muss in den Kampf ziehen. Denn mit weichen Strategien, die auf Interessensausgleich angelegt sind, kommt man nicht weiter. Wenn meinem Gegenüber letztlich egal ist, ob die Beziehung zu mir den Streit überlebt, habe ich kein emotionales Druckmittel mehr in der Hand. Dann heißt es: Schlachtplan machen, Rüstung anziehen, Visier herunterklappen und im Kampf aus dem Ponyhof reiten in die eigene Zukunft. Vor allem, wenn auch noch Kinder mit im Spiel sind, die ihr Leben erst noch vor sich haben.

Der Umgang mit einem Egoisten ist darum so verderblich, weil die Notwehr uns allmählich zwingt, in seinen Fehler zu verfallen.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916, mährisch-österr. Schriftstellerin)

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Das schwarze Schaf der Familie

Die Familiengeburtstage liefen schon immer so ab: Kaffee, Kuchen, Kartoffelsalat, Würstchen, Bier und Schnaps bis zur völligen Trunkenheit der Gäste. Alle machten mit, bis auf einen Cousin, der eisern nüchtern blieb. Er war halt der Sonderling und manch einer fragte sich: „Der ist so anders, gehört der überhaupt zur Familie?“

Aus guten Gründen gibt es bei Herdentieren bei jeder/jedem Individuum die Tendenz, sich anzupassen. Auch Menschen sind Herdentiere. Wer zur Gruppe gehört, ist bei einem Angriff geschützter, kann auf Anerkennung oder Unterstützung hoffen und gewährt im Gegenzug Hilfe für andere Gruppenmitglieder. Dazu passt man sich einander an, allzu große Abweichungen im Verhalten oder Aussehen werden vermieden.

Doch persönliche Vorlieben oder Eigenschaften lassen sich nicht beliebig glattschleifen und so entsteht mitunter Ausgrenzung. „Das ist das schwarze Schaf in unserer Familie“ kann genauso gut für die einzige studierte Person im bäuerlichen Familienkreis gelten wie für die einzige Handwerkskraft im akademischen Umfeld; den einzigen Vegetarier im Metzgersclan oder die Oldtimerfreundin in der Öko-Kommune.

Als schwarzes Schaf lässt es sich gut leben

Diese Individualisten, diese „nicht Passenden“ stehen vor einer schweren Entscheidung: beuge ich mich dem Gruppendiktat um den hohen Preis, dass ich mich innerlich „falsch“ fühle, meine Wünsche, Talente oder Sehnsüchte unterdrücke „um des lieben Friedens willen“? Oder trage ich den Konflikt nach außen, anstatt ihn in mir selbst auszutragen? Manchmal kann man sich einfach nicht passend machen. Und aus einem Trotz heraus kann eine mutige Entscheidung entstehen: „Wenn ihr mich sowieso anders wollt, dann bin ich eben anders – aber so, wie ich will und nicht so, wie Ihr es wollt!“ Denn die Leute reden sowieso, egal was ich mache. Als schwarzes Schaf nehme ich mir daher Freiheiten heraus, von denen die anderen nur träumen. So lässt es sich prima leben!

Dieser Weg, zu sich und zur eigenen Individualität zu stehen, kann auch einen Preis fordern: den des Ausschlusses aus der Gemeinschaft. Gleichzeitig eröffnet er die Chance, die Energie in die Förderung der eigenen Talente zu investieren anstatt in ihre Unterdrückung. Entwicklung ist nie durch Anpassung alleine möglich, es braucht immer auch eine Konfrontation, eine Auseinandersetzung mit dem Gegebenen.

Unerfüllte Bedürfnisse und Wünsche lassen sich zwar tief vergraben, doch im Untergrund leben sie weiter und revoltieren früher oder später. Letztendlich wird damit das von außen vergebene Stigma des „schwarzen Schafes“ erfüllt: die Ausbrüche aus den fremden Gefängnismauern gelten geradezu als Beweis für die Absonderlichkeit dieses Familienmitgliedes.

Doch scheint mir der individuelle Weg der einzig Gangbare zu sein, da er vielfältige Möglichkeiten eröffnet, während das Unterdrücken der persönlichen Entwicklung das Leben einengt. Einen Kampf muss ich nun mal ausfechten: entweder in mir drinnen gegen mich selbst oder ich bin im Reinen mit mir und kämpfe gegen das Umfeld. Bevor ich mir meinen Willen brechen oder mein Seelenheil gefährden lasse, suche ich persönlich lieber meinen Weg, mein eigenes Leben zu leben. Notfalls im Exil.

Woanders weiß man selber, wer man ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat.

Aus dem Roman „Sommerfest“ von Frank Goosen

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Was das Lachen über den Menschen erzählt

Als sie das Lachen der Mutter hörte, war sie entsetzt. Da war wenig herzliche Fröhlichkeit zu hören, sondern viel Gemeinheit. Und sie merkte, wie sich Distanz zu ihrem Freund aufbaute. Denn diesen Unterton beim Lachen, den kannte sie bereits. Was sagte das jetzt über dessen Charakter aus?

Vielleicht sollte der altbekannte Spruch „Augen auf bei der Partnerwahl“ umgeschrieben werden in „Ohren auf bei der Partnerwahl“. Ergänzt um den Hinweis, mal ein wenig nach dem Humor des Menschen zu fragen, mit dem ich es gerade zu tun habe, nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch im Beruf. Ich bin weit davon entfernt, alleine am Lachen den Charakter eines Menschen erkennen zu wollen. Doch ich merke, dass meine Freunde die Fähigkeit haben, herzhaft aus vollem Bauch zu lachen; immer mit, nie über jemanden und bisweilen auch über sich selbst.

Wie das Lachen, so der MenschUnd dass ich mich fern halte von Menschen, die mit Schadenfreude über das Unglück von anderen Menschen lachen können. Dieses elsterartige „HeHeHe!“ geht mir nicht aus dem Kopf. Die Steigerungsform ist das fies-dröhnende „HarHar!“ des Siegers über den Besiegten, der dadurch noch zusätzlich gedemütigt wird. Diese Menschen haben keinen selbstlosen Humor und auch sonst scheint Selbstlosigkeit wenig ausgeprägt bei ihnen zu sein.

Eine Sonderform davon wurde im späten 18. Jahrhundert am französischen Königshof gepflegt. Kurz vor der Revolution ergingen sich die Hofleute in einem Wettbewerb, jemanden vor anderen lächerlich zu machen, ohne dabei eine Miene zu verziehen. Maximal ein kleines übelwollendes Lächeln galt als schick, das keinesfalls die Zähne entblößte. Frei nach dem Motto: „Lieber einen guten Freund verloren, als einen guten Witz verpasst“. Mehr dazu in dem franz. Spielfilm „Ridicule“ ↗.

Es gibt Menschen, die gehen zum Lachen in den Keller. Humor ist nichts für sie, das Leben ist ernst (Ich finde, gerade deshalb sollten wir lachen). Manche trauen sich auch kaum zu lachen, ein verschämtes „hihihi“ hinter vorgehaltener Hand ist das Ergebnis. Und so überrasche ich mich immer wieder dabei, dass ich die Lachenden beobachte und damit entscheide, wie offen oder geschützt ich auf Menschen zugehe. Klingt das lächerlich?

Wenn Sie kindlich denken, bleiben Sie jung. Wenn Sie Ihre Energie aufrechterhalten und alles mit ein wenig Flair tun, bleiben Sie jung. Aber die meisten Menschen tun Dinge ohne Energie und verkümmern ihren Geist sowie ihren Körper. Du musst jung denken, Du musst viel lachen und Du musst gute Gefühle für jeden auf der Welt haben, denn wenn Du es nicht tust, wird es in Dich eindringen, Dein eigenes Gift, und es ist vorbei.

Gerald „Jerry“ Lewis (1926 als Joseph Levitch – 2017, US-amerikanischer Komiker, Schauspieler, Sänger, Produzent, Drehbuchautor und Regisseur)

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Wenn ich im Streit einen Wunsch frei hätte …

Die Auseinandersetzung hatte harmlos angefangen, doch mittlerweile hatten sich die beiden Streithähne wie Bullterrier ineinander verbissen. Da sagte der eine zum anderen: „Was willst Du denn jetzt von mir?“. Und der Andere, der war still. Denn genau das konnte er nicht sagen. Wie konnte ihm das nur passieren?

Manche Konflikte haben es wirklich in sich. Der Ausgangspunkt ist irgendwann in Vergessenheit geraten, Schicht um Schicht sind Vorwürfe und Rechtfertigungen aufeinandergelegt worden bis die Ursache des ganzen Streits metertief darunter begraben ist. Und noch viel weiter entfernt ist eine Lösung. Denn keiner kann mehr sagen, was genau sie oder er sich von seinem Gegenüber wirklich wünscht. Oft genug kommen Sätze wie „Du sollst nicht mehr …“, „Hör endlich auf damit zu …“ oder „Ich will von Dir nicht mehr …“. Allesamt Negativwünsche, die dem Anderen keinen Weg zur Aussöhnung zeigen. Oft genug kann ich gar nicht mehr sagen, was ich wirklich vom Anderen will.

Es kann dann helfen, sich selbst ein wenig zu strukturieren, damit ich klarer werde in dem, was ich von meinem Gegenüber gerne möchte. Vier Schritte gehören dazu:
Vier Schritte führen zum Ziel

  1. Beobachtung: um was genau geht es jetzt gerade? Kann ich das überprüfbar beschreiben? Zum Beispiel: „Wenn ich sehe, wie verschmiert die Zahnpastatube ist, nachdem Du sie benutzt hast …“ lässt sich objektiv nachprüfen.
  2. Befinden: was macht das Beobachtete mit mir? Es gibt einen Einblick in meine innere Gefühlslage. Zum Beispiel: „… dann ärgere ich mich, …“
  3. Bedürfnis: was bräuchte ich denn eigentlich und bekomme es nicht? Zum Beispiel: „…, weil ich die Tube sauber brauche und meine Hände nicht mit Zahnpasta beschmiert werden. Das hilft mir, morgens gut gelaunt und pünktlich aus dem Haus zu kommen.“
  4. Bitte: Und was soll mein Gegenüber jetzt tun? Das ist keine Forderung, sondern eine positiv formulierte Bitte, die im Zweifelsfall auch unerfüllt bleiben kann. „Deshalb bitte ich Dich, die Tube mit Wasser abzuwischen, bevor Du sie wieder zurücklegst.“

In einem Rutsch: „Wenn ich sehe, wie verschmiert die Zahnpastatube ist, nachdem Du sie benutzt hast, dann ärgere ich mich, weil ich die Tube sauber brauche und meine Hände nicht mit Zahnpasta beschmiert werden. Das hilft mir, morgens gut gelaunt und pünktlich aus dem Haus zu kommen. Deshalb bitte ich Dich, die Tube mit Wasser abzuwischen, bevor Du sie wieder zurücklegst.“ So weiß mein Gegenüber, wie es mir geht, warum das so ist und was ich jetzt wirklich will.

Das Beispiel mit der Zahnpastatube kann lächerlich erscheinen. Es gibt meiner Erfahrung nach jedoch unzählige langandauernde Streits, die sich daran entzündet haben.

Sollten Ihnen meine Aussagen zu klar gewesen sein, dann müssen Sie mich missverstanden haben.

Alan Greenspan (*1926, ehem. Vorsitzender der US-Notenbank, berühmt-berüchtigt für seine kryptischen Aussagen)

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Mit 60 immer noch ein Kind

Der Vater war immer wackeliger auf den Beinen. Auch wenn er sich in ihrem Haus selbst versorgen konnte, war es absehbar, dass er bald mehr Unterstützung brauchte. Das brachte den Sohn in Gewissenskonflikte. Obwohl er sein eigenes Leben hatte, fühlte er sich bei ihm immer noch wie der kleine Pimpf, der er schon lange nicht mehr war. Würde das denn nie enden?

Die Eltern sind die prägendste und langfristige Beziehung in unserem Leben, mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringen kann. Nach kindlichen Trotzphasen und revoltierender Pubertät gehen die Kinder aus dem Elternhaus, um ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Und gleichzeitig kann es dieses süße Gefühl der Vertrautheit geben, wenn bei Besuchen „zu Hause“ bei den Eltern das Lieblingsessen aus der Kindheit auf dem Tisch steht, ein liebgewonnenes Ritual wie das gemeinsame Schmücken des Weihnachtsbaums zelebriert wird oder die Eltern einfach tröstend in einer Krise zur Seite stehen. Doch spätestens beim Satz „Du bist doch unser Mädchen/Bub!“ stellen sich der Fondsmanagerin, dem Lehrer oder den schon selbst Eltern gewordenen Kindern die Nackenhaare auf. Werden die Eltern auch noch selbst hilfsbedürftig, scheint es, als würden sich die Rollen gerade vertauschen. Die Alten werden zum Kind, die Kinder zu den Eltern und alle sind damit überfordert.

Ungeklärte Vergangenheit stört die GegenwartIn dieser für alle neuen Zeit kommen leicht alte Konflikte an die Oberfläche, Rechnungen wollen beglichen werden, denn es gibt Verletzungen auf beiden Seiten: das Gefühl, nicht genug Liebe und Anerkennung bekommen zu haben, nicht verheilte Wunden von Streitereien oder Enttäuschungen über den jeweiligen Lebensweg des anderen. Wer will sich schon mit 60 noch fühlen wie ein Grundschulkind, das Angst vor einem autoritären Elternteil oder eine ungestillte Sehnsucht nach Geborgenheit hat? Jetzt, wo die Vorgeneration die 80 überschritten hat, lässt sich dieses kindliche Bedürfnis nicht mehr stillen.

Manchmal werden Besuche zur QualDas ist eine denkbar schlechte Basis für den Umgang mit dem Altern der Eltern. Und je weniger die Kinder sich bisher von ihren Eltern abgegrenzt haben, um so stärker können die Konflikte werden. Plötzlich ist das schlechte Gewissen des „undankbaren Rabenkindes“ die Richtschnur des Handelns und nicht mehr der freie Wille. So manches Kind würde aus innerer Not am liebsten fliehen und den Kontakt in die Ursprungsfamilie abbrechen.

Dabei kann das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern immer wieder neu verhandelt werden. Man mag es als „gegenseitige Abhängigkeit“ interpretieren, doch die Eltern-Kind-Beziehung ist vor allem durch „Bezogenheit“ definiert: „Ich bin, weil Du bist!“ kann die Grundlage für eine gesunde Balance zwischen Verbundenheit und Abgrenzung sein. Gemeinsamkeiten sind ein starkes FundamentDer Blick auf die gemeinsam gelebten Werte kann dabei das Fundament stärken: verdanke ich meine Neugierde meinen Eltern? Mein Humor? Meine Freude an der Kunst? Meine handwerklichen Fähigkeiten? Könnte ich dafür „Danke!“ sagen anstatt auf dem Verpassten und Verlorengegangenen zu bestehen? Und was wäre, wenn wir jetzt gegen Ende der gemeinsamen Zeit nur das Spezifische machen, das nur durch mich als Kind und Dich als Vater/Mutter möglich ist? Alles andere, vom Einkaufen über Haushalt und Pflege kann von Dienstleistern übernommen werden. Denn für diese Tätigkeiten braucht es nicht die besondere Eltern-Kind-Beziehung.

Außer Schießen, Hunden und Rattenfangen hast Du nichts im Kopf; Du wirst noch zur Schande für Dich selbst und Deine ganze Familie.

Der Vater von Charles Darwin zu seinem Sohn

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Weihnachtsgeschenke: radikal und konsequent anders

„Was wünschst Du Dir denn zu Weihnachten?“ Die Frage der Tante hing wie ein Damoklesschwert über ihm. Er hatte alle materiellen Güter, war im Prinzip wunschlos und wollte doch kein Spielverderber sein: Sich nichts zu schenken war keine Alternative. Wie sollte er aus dieser Nummer rauskommen?

Der Wunschzettel ist kein Bestellzettel

Was soll ich mir bloß zu Weihnachten wünschen?Weihnachten ist seit unserer Kindheit so besonders, weil wir mit Geschenken überrascht wurden. Der Weihnachtsmann, das Christkind (oder ganz einfach Eltern und Verwandte) haben sich zwar vom teilweise liebevoll gestalteten oder übervoll beschriebenen Wunschzettel inspirieren lassen, doch auch immer noch eigene Vorhaben umgesetzt. Oft waren das dann ganz praktische Geschenke (Mützen, Schals, Anoraks). Die Magie des Geschenks unter dem Weihnachtsbaum ist ganz wichtig für den Reiz dieses Festes.

Geschenke zu bekommen macht in der Regel Spaß, nämlich dann, wenn sie ohne Zweck und Hintergedanken gemacht werden. Manche Geschenke sollen verpflichten und fordern Gegenleistungen einEin Heimtrainer als sanfter Hinweis, mal Pfunde abzutrainieren? Eher zweckgebunden. Oder geht es beim Schenken darum, den anderen in Verlegenheit zu bringen? Sie oder ihn zum gleichwertigen Gegengeschenk zu zwingen? Manche Kinder mussten die Geschenke samt geschätztem Einkaufspreis aufschreiben und dann bei nächster Gelegenheit ein ähnlich teures Gegengeschenk machen.

Weder kann ich beim Wünschen erwarten, dass mein Wunsch in Erfüllung geht noch kann ich beim Schenken eine Dankbarkeit erwarten. Schenken birgt nach Frank Adloff, Professor für Soziologie und Sozialökonomie an der Universität Hamburg, ein Risiko: Es ist ein Moment der Bedingungslosigkeit, dem Gegenüber etwas zu schenken und sich damit zu öffnen. Es ist gleichzeitig keineswegs klar, dass ich etwas zurückbekomme.

Konsequent anders schenken

Um nicht in diese Fallen hineinzustolpern, vereinbaren viele Familien und Freunde, sich nichts mehr zu schenken. Sie berauben sich damit ein Stück des Glücks, ein Geschenk zu machen oder zu bekommen. Doch was wäre, wenn ich mein Geschenk jemand anderem zukommen lasse? Hier meine Idee: „Ich wünsche mir, dass Du nicht mich beschenkst, sondern Menschen, deren Arbeit ich bewundere.“
Es gibt Alternativen, die beschenkt werden könnten
Wie wäre es mit

Nur ein paar Ideen am Rande.

„Doch vor allem will ich keinen Beweis, ob und wie viel Du gespendet hast. Das liegt ganz bei Dir: ob Du anderen eine Freude machst oder Dir das Geld sparst. Hauptsache, Deine Handlung kommt von Herzen.“

Haben Sie eigentlich noch echte Wünsche, fehlt Ihnen was? Wenn man über Weihnachtswünsche schon echt nachdenken muss – da stimmt doch was nicht.

Dieter Nuhr (*1960, deutscher Kabarettist)

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